Minimal-invasive Therapiemöglichkeit bei Blasenschwäche auch für den Mann

Das große Tabuthema ungewollt Urin zu verlieren, also inkontinent zu sein, ist schon lange kein ausschließliches Frauenproblem mehr. Immer häufiger sind auch Männer betroffen, bedingt durch eine Funktionsstörung des Blasenschließmuskels. Dies ist oftmals eine Folge gut- oder bösartiger Prostataerkrankungen. 

Ob beim Lachen, Husten, Niesen oder beim einfachen Aufstehen - der unwillkürliche Harnverlust beeinträchtigt nicht nur die eigene Lebensqualität, sondern führt auch oft zu gesellschaftlichem und sozialem Rückzug, man vermeidet z. B. längere Ausflüge. 

Nach dem aktuellen Stand der medizinischen Forschung müssen Betroffene keineswegs an Inkontinenz leiden. Viele Therapiemöglichkeiten, ob konservativ oder chirurgisch, versprechen gute Chancen auf Heilung. Beispielsweise hat sich das jahrelang bewährte Harnröhrenbändchen zur Behandlung der weiblichen Blasenschwäche mittlerweile auch als eine zuverlässige und dazu minimal-invasive Behandlungsalternative für den Mann etabliert. 

Hierbei wird über einen ca. 4 cm langen Schnitt im Dammbereich ein Band vor die Harnröhre gelegt. Die Bandenden können im Anschluss neben dem Schambein-Knochen herausgeleitet werden. Das gesamte Band liegt dann unter der Haut und es wird so die anatomisch korrekte Harnröhren-Schließmuskellage wieder hergestellt. 

Die urologische Abteilung am Prosper-Hospital in Recklinghausen hat als Inkontinenzzentrum hiermit große Erfahrung und bietet seit einiger Zeit diese komplikationsarme Behandlungsalternative für Männer an, die unter leichter bis moderater Harninkontinenz leiden. Bei höhergradiger Inkontinenz kann es  nötig sein, einen künstlichen Blasenschließmuskel einzusetzen. Welches Verfahren die größten Erfolgsaussichten bietet muss dann im Einzelfall individuell entschieden werden. Unabhängig von der  Behandlungsmethode verspüren die meisten Patienten schon unmittelbar nach dem Eingriff den erwünschten Erfolg. 

Sprechen auch Sie mit Ihrem behandelnden Urologen über Ihre Beschwerden und informieren Sie sich über die für Sie optimale Therapiemöglichkeit. Oftmals können schon kleinste Veränderungen zu erheblicher Verbesserung Ihrer Lebensqualität beitragen.