Die Technik des Da Vinci-Systems

Ein Da Vinci-System besteht aus drei voneinander getrennten Einheiten. Ihr Arzt befindet sich an der sogenannten Master-Konsole. Dort sieht er auf einem Monitor ein hochaufgelöstes 3D-Bild des Operationsfeldes. Durch die 10-fache Vergrößerung kann er auch noch kleinste Details erkennen.

Mit Pedalen und zwei „Joysticks“, die in Form und Funktionsweise den eigentlichen Instrumenten gleichen, bedient er die Operationsarme Da Vincis. Deren Gelenke verfügen über 7 Freiheitsgrade und können sich dadurch wie die menschliche Hand bewegen. Ein hocheffizienter Filter gleicht dabei das normale Zittern und sogar den Pulsschlag aus, so dass extrem feine Bewegungen möglich sind – viel feiner als mit der Hand.

Erfahrene Chirurgen können Da Vinci sehr schnell intuitiv bedienen. Ein integrierter Lernmodus ermöglicht darüber hinaus die Schulung junger Ärzte direkt an dem System. Auch die OP-Teams haben sich nach einer Eingewöhnungsphase rasch an die geänderten Anforderungen gewöhnt und werden von Mal zu mal schneller, was Aufrüstzeiten und das Wechseln von Geräten angeht.

Schwerpunktmäßig wird Da Vinci am Prosper-Hospital bei rekonstruktiven Operationen im Bereich des Beckens eingesetzt, wo Organe und Nerven eng zusammen liegen und daher extrem vorsichtig operiert werden muss. Die dreidimensionale, vergrößerte Darstellung, in Verbindung mit der dimensionierten Weitergabe der Finger- und Handbewegungen ist optimal für diese empfindlichen Strukturen.

Mit den drei beteiligten Kliniken verfügt das Prosper-Hospital über eine ausgewiesene Expertise im Bereich minimalinvasiver Operationen in der Beckenregion. Es bietet damit optimale Voraussetzungen, das System zum größtmöglichen Nutzen der Patienten einzusetzen.

 

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