Auf dieser Seite haben wir für Sie zu den verschiedensten Themen rund um Schwangerschaft, Geburt und die erste zeit als Eltern kurze Berichte zusammengestellt.
Die Berichte sind nach Stichpunkten alphabetisch sortiert - Sie können den entsprechenden Buchstaben in der nachfolgenden Zeile anklicken oder in der Box auf der linken Seite nach Schlagworten suchen.
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Grundsätzlich haben unverheiratete, volljährige Mütter – auch wenn sie mit dem Vater des Kindes zusammenleben – das alleinige Sorgerecht. Das Kind erhält den Nachnamen der Mutter. Es ist auch möglich, dass das Kind den Namen seines Vaters trägt, wenn dieser zustimmt. Kinder, die das fünfte Lebensjahr vollendet haben, müssen einer Namensänderung zustimmen.
Wenn ein allein sorgeberechtigter Elternteil eine Ehe eingeht, kann das Kind auch den Namen des Ehepartners annehmen. Hierzu müssen die Ehepartner eine Erklärung gegenüber dem Standesbeamten abgeben. Wenn das Kind bisher den Namen des anderen leiblichen Elternteils trug, muss dieser sein Einverständnis für die Einbenennung geben.
Seit dem 1. Juli 1998 können die unverheirateten Eltern auch eine gemeinsame Sorgeerklärung beim Jugendamt oder Standesamt abgeben.
Lebt der nicht sorgeberechtigte Vater mit dem Kind in einem Haushalt, so kann auch er Elternzeit nehmen, wenn die sorgeberechtigte Mutter dem zustimmt.
Im Streitfall kann beim Jugendamt eine freiwillige Beistandschaft für die Unterstützung in Fragen der Vaterschaftsfeststellung und/oder der Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen beantragt werden. Das Jugendamt wird dann ausschließlich in diesen Angelegenheiten der gesetzliche Vertreter des Kindes, ohne jedoch die elterliche Sorge einzuschränken.
Erbrechtlich sind nichteheliche Kinder den ehelichen Kindern gleichgestellt, und sie haben gegenüber Mutter und Vater ein Anrecht auf Unterhalt (aufgeteilt in Bar- und Betreuungsunterhalt). Im Scheidungsfall bleibt es in der Regel beim gemeinsamen Sorgerecht. Möchte ein Elternteil das Sorgerecht allein ausüben, muss dies beantragt werden. Es gilt dann die Gerichtsentscheidung. Das trifft auch für den Unterhalt von Mutter (oder Vater) und Kind zu. Die Höhe des Unterhalts hängt von der individuellen Einkommens- und Vermögenssituation des Barunterhaltspflichtigen ab.
Ist die Mutter verwitwet, liegen alle Rechte automatisch bei ihr. Wenn die Mutter stirbt, kann der nicht sorgeberechtigte Vater einen Antrag auf Alleinsorge stellen. War er bereits sorgeberechtigt, so steht ihm die Alleinsorge zu. Allein sorgeberechtigte Elternteile haben die Möglichkeit, eine testamentarische Verfügung zu erlassen, in der festgehalten wird, wo das Kind im Falle des Todes dieses Elternteils verbleiben soll. Die testamentarische Verfügung kann beim Jugendamt bzw. beim zuständigen Amtsgericht hinterlegt werden. (Stand November 2002)
Bundesverband alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV), Hasenheite 70, 10967 Berlin
Beratungs-Hotline: Mo bis Fr 9:00 bis 14:00 Uhr, Tel.: 0190/898929 (1,86 Euro/min)
Ganz typisch sind die regelmäßigen und spürbaren Wehen, die anfangs etwa alle 20 Minuten und später in immer kürzeren Abständen kommen. Zur Geburtsankündigung gehört auch ein abgehender Schleimpfropf vom Muttermund, der mit etwas Blut vermischt sein kann. Und manchmal findet der Blasensprung schon zu Hause statt. Davon spüren Sie nur, dass Fruchtwasser abgeht. Vielleicht ist es ein wenig so, als würden Sie nicht rasch genug zur Toilette kommen, oder Sie verlieren einen Schwall von Fruchtwasser. Aber was bedeuten diese Anzeichen?
Ihr Baby lebt bis zur Geburt in der Fruchtblase, die bis dahin meist geschlossen bleibt. Um den Geburtstermin herum öffnet sie sich entweder von allein oder wird vom Arzt eröffnet. Der Blasensprung ohne Eingriff ereignet sich entweder im oberen Bereich der Gebärmutter, dann gehen nur Tröpfchen ab, oder er liegt im Bereich des Muttermundes, wobei eine ganze Menge Fruchtwasser abfließt.
Hat der Arzt bei der letzten Untersuchung Hinweise dafür, dass Sie sich bei einem schwallartigen Abgang von Fruchtwasser besser liegend in die Klinik bringen lassen sollten, wird er Ihnen das sagen. Im Allgemeinen sollen Sie sich zwar umgehend, aber in Ruhe in die Klinik begeben. Und gut zu wissen: Die Gebärmutter bildet Fruchtwasser für das Baby immer wieder nach.
Eine Wehe entsteht dadurch, dass sich die Muskulatur der Gebärmutter von oben nach unten zusammenzieht. Beim Geburtsprozess entwickelt sich auf diese Weise aus einer Flaschenform mit engem Hals eine Kugelform mit weiter Öffnung, damit das Baby durchpasst. Außerdem helfen die Wehen dem Baby, sich tiefer in das Becken senken zu können und mit dem Kopf, manchmal auch mit dem Po, den Beckenausgang zu weiten und zu dehnen.
Die Senkwehen beginnen meist ein bis zwei Wochen vor der Geburt, werden aber in der Regel nur durch ein Hartwerden des Bauches spürbar. Treten dabei Schmerzen auf, müssen Sie mit Ihrem Arzt darüber sprechen.
Zum Geburtstermin sind leichte Blutungen meist harmlos, sollten aber vom Arzt abgeklärt werden. Bei starken Blutungen ist es ratsam, sich umgehend in die Klinik fahren zu lassen. Wann es Zeit für den Aufbruch ist: Kommen die Wehen im 10-Minuten-Takt, sollten Sie den Rhythmus eine Weile verfolgen und sich dann in die Klinik begeben. Warten Sie nicht zu lange ab, wenn Sie für den Weg in die Klinik viel Zeit brauchen.
Standesamt – Ein Neugeborenes muss innerhalb einer Woche beim Standesamt angemeldet werden. Dort erhalten Sie die Geburtsurkunde.
Einwohnermeldeamt – Hier müssen sie die Steuerkarte des berufstätigen Elternteils umschreiben lassen. Sie bekommen einen Freibetrag und somit mehr von Ihrem Nettogehalt. Geben Sie die geänderte Steuerkarte schnellstmöglich an Ihren Arbeitgeber zurück.
Krankenkasse – Die Krankenkasse benötigt eine Abschrift der Geburtsurkunde des Kindes. Sind Sie gesetzlich versichert, ist Ihr Kind automatisch mitversichert.
Sind Sie privat versichert, können Neugeborene in der Krankheitskosten- und Krankenhaustagegeldversicherung ab Geburt ohne Wartezeiten und ohne Risikoprüfung mitversichert werden. Voraussetzung dafür ist:
Ist eine dieser Voraussetzungen nicht erfüllt, ist für die Mitversicherung ein normaler Antrag erforderlich. Das heißt: Es wird eine Risikoprüfung vorgenommen und es sind Wartezeiten einzuhalten. Für Neugeborene, die per Anmeldung ab Geburt mitversichert werden, sind die monatlichen Beitragsätze erst von dem auf die Geburt folgenden Monat an zu zahlen.
Kindergeld – Das Kindergeld sollte rechtzeitig beantragt werden, da es rückwirkend nur für ein halbes Jahr bezahlt wird. Zuständig ist die Familienkasse des zuständigen Arbeitsamtes an Ihrem Wohnort.
Die meisten Babys lieben es zu baden und oft beruhigen sie sich in der Wanne sogar, wenn alle anderen Versuche des Tröstens fehlgeschlagen sind. Vielleicht liegt es daran, dass sie im warmen Wasser an ihre wohlige vorgeburtliche Umgebung erinnert werden. Der richtige Zeitpunkt für Babys erstes Bad ist gekommne, sobald sein Nabel vollständig abgeheilt ist.
Wenn ihr Kind voll gestillt wird oder fertige Säuglingsmilchnahrung erhält, brauchen Sie in den ersten 4 (bis 6) Monaten außer Vitamin D und Fluorid nichts zuzufüttern. Stellen Sie jedoch die Milchnahrung für Ihr Kind selbst her, dann sollte ab der 6. Woche zusätzlich Vitamin-A-reicher Karottensaft oder Karottenbrei und Vitamin-C-reicher Obstsaft (Apfelsinensaft) gegeben werden. Beginnen Sie mit einem halben Teelöffel pro Flaschenmahlzeit, und steigern Sie allmählich auf zwei Teelöffel.
Die meisten Babys brauchen nach vier bis sechs Monaten zusätzlich zur Milchnahrung so genannte Beikost. Als Beikost wird alles bezeichnet, was Babys außer Muttermilch oder Säuglingsnahrung bekommen, zum Beispiel Gemüse, Obst, Kartoffeln, Butter, Öl, Fleisch, Ei und Getreide sowie die daraus hergestellten Breie. Jedes der genannten Nahrungsmittel erfüllt eine wichtige Aufgabe bei der Versorgung des Babys und wird zu einem bestimmten Zeitpunkt in den Ernährungsplan eingeführt.
Am Anfang des 5. (7.) Monats bekommen Babys zunächst einige Teelöffel fein püriertes Karottenmus. Werden Karotten nicht vertragen, kann anderes Gemüse (z. B. Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi) verwendet werden. Praktisch ist Gemüse aus dem Gläschen, solange Kinder keine großen Portionen brauchen. Die Gemüsemenge wird langsam gesteigert.
Wenn sich Ihr Baby an das Gemüse gewöhnt hat, können Sie zunächst zu einem Gemüse-Kartoffel-Brei mit Fettzusatz und dann zu einem vollständigen Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei übergehen. Am Ende des 5.-7. Monats sollte eine ganze Milchmahlzeit durch diesen Brei ersetzt werden.
Die regelmäßige Zugabe von Fleisch ist ein wichtiger Beitrag zur Eisenversorgung im Säuglings- und Kleinkindalter. Die früher häufig empfohlene Zugabe von einem Eigelb pro Woche ist nach heutigen Erkenntnissen nicht notwendig. Wenn Sie dennoch Eigelb zugeben möchten, muss es mit dem Brei aufgekocht werden und im Rahmen des Haltbarkeitsdatums der Eier liegen.
Als Gemüse können Sie gut verträgliche Sorten wie Karotten, Fenchel, Kohlrabi, Zucchini, Blumenkohl, Brokkoli, Spinat oder Pastinaken verwenden. Am Anfang die Gemüsesorten nicht häufig wechseln, um ein potentielles Allergierisiko nicht zu erhöhen. Babys brauchen auch keine Geschmacksvariationen.
Allergiegefährdete Kinder sollen vor dem 6. Monat keine Beikost bekommen. Auch in den folgenden Monaten gehen Sie sicherer, wenn Sie Ihrem Kind nur bestimmte, oft gleiche Zutaten geben. Auf diese Weise können allergische Erkrankungen in der Säuglings- und Kleinkinderzeit oft vermieden oder ins spätere Kindesalter verschoben werden. Bleiben Sie auch bei einer HA-Säuglingsmilchnahrung, solange Ihr Kind noch eine Flaschenmahlzeit bekommt. Am besten ist natürlich, es solange wie möglich zu stillen.
Im Laufe des 6. (8.) Monats wird eine weitere Milchmahlzeit durch einen Vollmilch-Getreide-Brei (z. B. Gries, feine Haferflocken oder andere Vollkornflocken für Säuglinge) ersetzt, dem 3-4 Esslöffel Vitamin-C-reicher Obstsaft oder Obstpüree zugefügt werden. Bei der Selbstzubereitung von Milchbrei verwenden Sie pasteurisierte Vollmilch mit 3,5 Prozent Fett. Wenn Sie Milchfertigbrei kaufen, achten Sie bitte auf den Aufdruck „ab 6. Monat“ und bevorzugen Sie Produkte, deren Zusammensetzung dem selbst zubereiteten Brei möglichst ähnlich ist.
Gemüse-Kartoffel-Brei: 2 Teile Gemüse + 1 Teil Kartoffeln + 8-10g Öl
Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei: 90 – 100g Gemüse, 40-60g Kartoffeln, 30-45g Vitamin-C-reicher Obstsaft oder Obstpüree, 8-10g Öl, 20-30g Fleisch. Mageres Fleisch wird gekocht und püriert.
Mit Beginn der Beikost wird auch die Frage nach der Selbstzubereitung von Baby-Mahlzeiten gestellt. Es gibt Rezepte und Anleitungen, die Sie dabei unterstützen. Falls Sie selbstgekochte Speisen füttern möchten, hier einige grundlegende Tipps dazu:
Achten Sie bitte bei allen selbstzubereiteten Speisen für Ihr Baby auf Frische und Qualität bei den verwendeten Zutaten.
Die pränatale (vorgeburtliche) Diagnostik kennt verschiedene Methoden, um schwerwiegende Krankheiten in der Schwangerschaft zu entdecken. Drei Dinge sollte man dabei wissen:
Weil das Risiko von Erbfehlern mit dem Alter steigt, wird jede Schwangere über 35 Jahre von ihrem Arzt ausführlich informiert. Übringens weiß man heute, dass nicht nur das Alter der Mutter, sondern auch das des Vaters eine Rolle spielt. So gilt inzwischen oft als Faustformel: genau beraten lassen, wenn das Alter der werdenden Eltern zusammengezählt 70 Jahre oder mehr ergibt.
Zwischen folgenden Chromosomentests können Sie wählen:
Die Amniozentese (Fruchtwasseruntersuchung):
Bei der Amniozentese, die zwischen der 14. und der 18. Woche stattfindet, wird mit einer Hohlnadel eine Probe des Fruchtwassers durch die Bauchdecke entnommen. Diese enthält kindliche Zellen, die im Labor untersucht werden. Positiv ist: verschiedene Fehlbildungen lassen sich eindeutig erkennen. Negativ ist: die lange Wartezeit bis zum Ergebnis (zwei bis drei Wochen) bei schon relativ weit fortgeschrittener Schwangerschaft. Es gibt jedoch die Möglichkeit, das Ergebnis schon nach zwei bis drei Tagen zu erfahren. Der FISH-Test untersucht die Chromosomen auf die am häufigsten vorkommenden Defekte (z. B. Down-Syndrom). Diese Untersuchung wird zusätzlich durchgeführt und in der Regel nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.
Die Chorionzottenbiopsie:
Bereits ab der 9. Woche wird eine Probe aus dem Gewebekranz, der die Fruchtblase umhüllt, entnommen (ebenfalls meist durch die Bauchdecke, seltener durch die Scheide). Dadurch erkennt man mögliche Erbfehler sehr früh.
In fast allen Geburtskliniken haben Sie heute die Möglichkeit, nach der Geburt mit Ihrem Baby zusammenzuziehen: in ein Zimmer mit Babybett-Ausstattung. Hier können Sie Ihr Baby in den Arm nehmen, es stillen und wickeln, streicheln und anschauen, wann immer Sie es möchten. In vielen Rooming-in-Zimmern gibt es auch Wickeltische, um für den Einsatz von Windeln und Babycreme keinen Schritt vor die Türe gehen zu müssen.
Es kann sein, dass Sie am Anfang fast ein wenig Scheu vor Ihrem noch so kleinen Baby haben. Sie wissen nicht genau, wie Sie es sicher halten oder zweifeln daran, ob Sie seine Laute, seine Bewegungen und Gesten richtig verstehen. Sie können aber ganz sicher sein: Die Natur hat Eltern und Babys mit wunderbaren und natürlichen Talenten ausgestattet, sich zu verständigen. So werden Sie Ihr Baby beispielsweise mit dem Abstand zu Ihrem Gesicht halten, mit dem es schon sehr genau Ihr Lächeln, Staunen oder Stirnerunzeln erkennt. Und es ist immer wieder erstaunlich zu sehen, wie sich zwischen Mutter und Baby, aber auch zwischen Vater und Baby eine fast spiegelbildliche Mimik entwickelt. Auch die Tonlage Ihrer Stimme ist für den richtigen Empfang beim Baby hochsensibel eingestellt.
Beim Rooming-in sind Väter herzlich eingeladen, ihr Baby näher kennen zu lernen und mit anzufassen. So können sie gleich feststellen, dass ihr winziges Baby gar nicht so zerbrechlich und ganz neugierig auf die zärtliche „Bevaterung“ ist. In vielen Kliniken dürfen Väter im Neugeborenenzimmer auch das Baden des Babys in die Hand nehmen.
Noch ein Wort zu Ihrem Besuch: Nehmen Sie Rücksicht auf Ihre Zimmernachbarinnen, aber auch auf sich selbst. Stimmen Sie die geplanten Besuche von Freunden und Verwandten, Nachbarn und Kollegen vorher miteinander ab oder bitten Sie um einen späteren Besuch zu Hause. In der Klinik brauchen Mütter und Babys ihre Energien und Nerven für den neuen Start, zum gegenseitigen Kennen lernen.
Die Tage werden zwar wieder heller, aber gerade in der kalten Jahreszeit wächst einem der Alltagsstress manchmal über den Kopf. Mit ein Paar einfachen Tipps & Tricks können Sie sich ein Entspannungsprogramm für Körper und Seele zu Hause bereiten.
Entspannung pur bietet ein warmes Bad. Hier kann man mal so richtig die Seele baumeln lassen und gleichzeitig entspannen sich alle Muskeln. Damit die Haut nicht austrocknet sollten Sie einen Zusatz in das Wasser geben(z.B. Öl, Badeschaum oder Buttermilch). Ätherische Öle können außerdem die Stimmung positiv beeinflussen (verzichten sollten Schwangere auf Anis, Arnika, Basilikum, Beifuß, Birke, Bohnenkraut, Fenchel, Jasmin, Kampfer, Majoran, Myrrhe, Oregano, Pfefferminze, Rose, Rosmarin, Salbei, Thymian und Zypresse. Kamille und Lavendel sollten Sie stark verdünnen). Nehmen Sie ein Wannenbad jedoch nur, wenn Sie nicht alleine in der Wohnung sind, falls Ihr Kreislauf schlapp macht. Falls Sie eine vorzeitige Wehenbereitschaft haben, dürfen Sie auf keinen Fall baden, sonst könnte eine Frühgeburt ausgelöst werden. Außerdem sollte die Wassertemperatur idealerweise 35 Grad betragen und Ihr Bad nicht länger als 10 Minuten dauern.
Ihr Haar können Sie mit einer Haarkur vor Feuchtigkeitsverlust schützen. Die größte Wirkung erreichen Sie, wenn Sie die Haare in ein Handtuch wickeln und mit einem Fön erwärmen.
Mit einer Gesichtsmaske erhalten Sie einen frischen und klaren Teint. Zu kaufen gibt es solche Masken in den verschiedensten Zusammensetzungen. Mit Honig oder Madel-Zusatz können Sie sich diese auch leicht selber mischen.
Nach dem Wannenbad sollten Sie sich gut eincremen mit Lotion oder Hautöl. Das lässt die Haut schön geschmeidig werden. Damit verwöhnen Sie sich gleichzeitig selber mit einer Massage.
Nehmen Sie sich für dieses kleine Verwöhnprogramm ruhig etwas Zeit und vielleicht lassen Sie sich auch von Ihrer Lieblingsmusik dabei „umrieseln“.
Viel Spaß!!!
Fieber ist selbst keine Krankheit, sondern meist die Begleiterscheinung verschiedenster Infektionen. Die normale Körpertemperatur liegt zwischen 36,5°C und 37,5°C. Liegt sie über 38°C spricht man von Fieber. Die Höhe des Fiebers zeigt nicht unbedingst an, wie schwer eine Erkrankung ist. Kinder fiebern schnell, was oft auch unbedenklich ist. Im Gegeteil: Fieber zeigt, dass der Körper reagiert und die Krankheitserreger bekämpft. Viele Bakterien werden nämlich bei 38°C oder darüber abgetötet.
Messen Sie morgens, mittags und abends die Temperatur und notieren Sie sich die Werte. Spätestens wenn ein Baby oder Kleinkind länger als 24 Stunden über 39°C fiebert, muss es zum Kinderarzt. Entsprechend früher sollten Sie den Arzt aufsuchen, wenn weitere Anzeigen wie schlechter Allgemeinzustand, Erbrechen oder Atembeschwerden hinzukommen. Ausreichend Flüssigkeit ist für fiebernde Kinder sehr wichtig. Etwa ab 39°C kann es sinnvoll sein, das Fieber zu senken. Wadenwickel sind ein gut funktionierendes altes Hausmittel: Umwickeln Sie die Unterschenkel des Kindes mit feuchten, kühlen (aber nicht eiskalten) Tüchern. Damit die Wärme entweichen kann, legen Sie ein trockenes Tuch nur locker darüber. Erneuern Sie die Wickel etwa alle 10 Minuten, bis das Fieber um 1° bis 2°C gesunken ist. Bitte achten Sie darauf, dass Ihr Kind nicht zu frieren beginnt. Ihr Kinderarzt kann auch spezielle fiebersenkende Zäpfchen oder Saft verordnen.
Babys sensibler Organismus und der noch empfindliche Verdauungsapparat sind natürlich bei weitem noch nicht ausgereift. Manche Organe übernehmen erst nach und nach ihre vollständige Funktion. Besonders in den ersten Lebensmonaten vollbringt Ihr Baby mit seinem rasanten Wachstum täglich wahre Höchstleistungen. Und immer wenn eine Nahrungsumstellung nötig wird – sei es auf eine neue Stufe der Milchnahrung oder auch später bei der Beikost – sollten Sie Ihrem Baby genug Zeit geben, sich an die neue Zusammensetzung zu gewöhnen.
Wenn Ihr Baby weint oder schreit, ist dies seine einzige Möglichkeit, auf sich und sein Problem aufmerksam zu machen. Meist sind Hungergefühle der Auslöser. Beim Stillen oder seiner Flaschenmahlzeit beruhigt sich das Baby in der Regel schnell wieder. Sollte das nicht der Fall sein, kann es ganz unterschiedliche Gründe dafür geben. Sollten jedoch gesundheitliche Probleme der Auslöser sein, sprechen Sie bitte mit Ihrem Kinderarzt.
Da das Füttern mehr als nur die reine Nahrungsaufnahme für Ihr Baby bedeutet, finden Sie hier Tipps zum entspannten Fläschchengeben:
In der ersten und längsten Phase der Geburt öffnet sich der Muttermund, durch den sich das Kind seinen Weg nach draußen bahnt. Der weibliche Organismus erbringt dabei Höchstleistungen, denn der Muttermund muss sich von 2 mm auf mindestens 10 cm weiten. Eine harte Arbeit, für die regelmäßige Wehen zuständig sind. Bei der ersten Geburt kann das 6 bis 9 Stunden dauern. Zweit- und Dritt-Babys kommen meist deutlich schneller. Vielen Frauen scheint es fast unmöglich, dass das Baby durch den engen Geburtskanal passen soll. Aber das Gewebe um Muttermund und Scheide ist so dehnbar wie kein anderes. Dennoch braucht der Organismus Zeit dafür. Die Wehen kommen anfangs mit längeren Erholungspausen, dann in kürzeren Zeitabständen und schließlich praktisch ohne Unterbrechung.
Während der Wehen müssen Sie nicht liegen. Entscheiden Sie selbst, ob Sie sich bewegen, hinknien oder ein warmes Bad nehmen möchten. In aufrechter Haltung hilft der Druck des Babys übrigens mit. Wenn trotz aller Mühe nichts voranzugehen scheint und Sie mutlos werden, ist liebevoller Beistand durch den Partner oder eine vertraute Person besonders wichtig. Die meisten Frauen beschreiben die Eröffnungsphase als die schmerzhafteste. Auch das Kind ist durch den Druck der Wehen ziemlichen Stress ausgesetzt. Seine Sauerstoffversorgung, Herztöne und Lage werden deshalb von den Geburtshelfern sorgfältig überwacht. Das CTG zeichnet Babys Herzschlag und die Intensität der Wehen auf.
In den letzten Minuten nehmen viele Frauen außer der Stimme ihres Partners nichts mehr wahr. Völlig erschöpft würden viele jetzt am liebsten aufgeben. Für diesen letzten Schub brauchen Sie noch mal volle Unterstützung und Ihren ganzen Mut, denn der Weg für das Baby ist beinahe frei.
Ist der Muttermund vollständig eröffnet, schiebt sich das Baby in den Geburtskanal. Nun spürt die Gebärende einen starken Druck auf Magen, Blase und Darm und den unwiderstehlichen Drang zum Pressen. In der Regel dauert diese Phase nur 20 bis 30 Minuten. Das entspricht acht bis zehn Presswehen. Beim ersten Kind kann wieder etwas mehr Zeit nötig sein. Endlich darf die Frau aktiv mithelfen. Sie setzt Bauch- und Rumpfmuskulatur ein, um das Baby zwischen Beckenknochen und Scheidenausgang herauszudrücken. Es ist eine eigenmächtige Kraft des Körpers, die das Baby Wehe für Wehe in Richtung Licht schiebt. Wenn das Köpfchen schon zu sehen ist, braucht die werdende Mutter noch einmal die unterstützenden Kommandos von Hebamme und Partner. Mit gewaltigem Druck wird das Baby durch den engen Tunnel aus seiner gewohnten Umgebung nach draußen gedrängt. Dann tritt endlich das Köpfchen heraus und der Körper rutscht schnell nach.
Es ist geschafft!
Wenn die Nase kribbelt, der Hals kratzt, Kopf und Glieder schmerzen, ist es mal wieder so weit: Erkältungsviren haben es geschafft, über die Schleimhäute in den Körper einzudringen und einen grippalen Infekt auszulösen. Rund 200 Virenarten, die die lästigen, jedoch meist harmlosen Erkältungssymptome hervorrufen, sind mittlerweile bekannt. Im Gegensatz zur „echten“ Grippe (Influenza) gibt es gegen Erkältungen keine wirksame Impfung. Wohl aber Möglichkeiten, sich bereits im Vorfeld zu schützen. Ein starkes Immunsystem trägt dazu bei, dass der Körper den Angriff der Viren nachhaltig abwehren kann. Wichtig ist deshalb, die körpereigenen Abwehrkräfte rechtzeitig in Schwung zu bringen.
Eine herausragende Rolle spielt dabei eine rundum gesunde, ausgewogene Ernährung, die den Körper mit allen wichtigen Nährstoffen in ausreichender Menge versorgt. Werdende Mütter sollten täglich frisches Obst, Gemüse, Vollkorn- und Milchprodukte zu sich nehmen, regelmäßig Fisch, Fleisch in Maßen auf den Tisch bringen und viel trinken. Besonders wichtig fürs Immunsystem: eine ausreichende Versorgung mit dem wasserlöslichen Vitamin C, das reichlich in Zitrusfrüchten, Kiwis, Paprika, Rosenkohl und Broccoli enthalten ist. Schwangere, die sich ausgewogen ernähren, können in aller Regel auf zusätzliche Vitaminpräparate verzichten. Ausnahmen bilden Folsäure und das Spurenelement Jod, deren Einnahme werdenden Müttern meist empfohlen wird.
Um die Abwehrkräfte zu stärken, ist es darüber hinaus sinnvoll, den Körper sanft abzuhärten. Frischluft sollte – unabhängig von Wind und Wetter – täglich auf dem Programm stehen. Im Gegensatz zu einem weit verbreiteten Irrglauben ist es nämlich nicht etwa die Kälte, die für den grippalen Infekt verantwortlich ist. Vielmehr sind es die ungünstigen Begleitumstände: Wenn das Thermometer sinkt, bekommen wir schnell eine kalte Nase, Füße und Hände verwandeln sich in „Eisklumpen“. Folge: Die Blutgefäße verengen sich, wodurch Krankheitserreger leichter in die Schleimhaut eindringen und sich ihren Weg durch den Körper bahnen können. Hinzu kommt, dass trockene Heizungsluft die Schleimhäute austrocknet. Dann sind sie nicht mehr ausreichend in der Lage, die Krankheitserreger abzuwehren. Wirkungsvolle Gegenmaßnahme: Windabweisende, regenfeste Kleidung, warme Schuhe, Mütze und Schal anziehen und Tag für Tag einen ausgiebigen Spaziergang an der frischen Luft unternehmen. Da können sich die heizungsluft-strapazierten Schleimhäute regenerieren, und der Organismus wird „winterfest“. Auch Kalt-Warm-Reize können dazu beitragen, den Körper sanft abzuhärten. Während klassische Wechselfußbäder und Wechselduschen in der Schwangerschaft unbedenklich sind.
Um die Abwehrkräfte anzukurbeln, setzen viele Menschen auf so genannte Immunstimulanzien bzw. Immunmodulatoren. Dahinter verbergen sich pflanzliche Präparate – beispielsweise Extrakte des Roten Sonnenhutes, des wilden Indigo oder des Lebensbaumes – die die unspezifischen Abwehrmechanismen des Körpers anregen. Mit diesen Mitteln empfiehlt es sich jedoch vorsichtig umzugehen und nur nach Absprache mit Ihrem Arzt, denn es ist nicht letztlich geklärt, welche Auswirkungen diese Mittel auf das ungeborene Kind haben.
Auch das sollte in Ruhe überlegt und gründlich geplant werden. Wie soll das Baby transportiert werden? Gleichgültig, ob Tragetuch, Sack, Beutel oder Gurt, in allem, was es ganz nahe bei der Mutter sein lässt, geht es dem Baby besonders gut. Es wird sanft geschaukelt und fühlt sich wohl und geborgen, wenn es ihren Herzschlag und ihre Wärme spürt. Ein paar Punkte sollten die Eltern bei diesem Transportmittel jedoch im Auge behalten: Das Baby muss eng und fest an den Körper gebunden oder geschnallt werden, damit seine Wirbelsäule genügend Halt hat. Arme und Beine dürfen dabei aber nicht abgeschnürt werden. Kopf und Rücken eines Neugeborenen brauchen in den ersten Monaten eine dauernde Stütze.
Wie beim Bettchen ist auch beim Kinderwagen die Sicherheit oberstes Gebot. An der TÜV-Plakette oder dem GS-Symbol kann man erkennen, ob der Wagen technisch überprüft wurde. Eine erste Garantie, dass er keine schwerwiegenden Mängel aufweist, dass er stabil gebaut und die Mechanik in Ordnung ist, und dass keine giftigen Farben und Stoffe verarbeitet wurden. Einige der wichtigsten Fragen kann man selbst im Geschäft testen: Ist er kippsicher? Hat er zuverlässige, leicht bedienbare Bremsen an zwei Rädern? Funktioniert der Klappmechanismus einwandfrei?
Für Neugeborene ist ein Kinderwagen mit durchgehender Liegefläche das Richtige. Die Liegefläche sollte mindestens 60 Zentimeter Abstand vom Boden haben und mit einer festen, max. 10 cm dicken Matratze belegt sein.
Einige praktische Gesichtspunkte: Mit Kinderwagen, die weniger als 58 Zentimeter breit sind, tut man sich in öffentlichen Verkehrsmitteln leichter. Wer lange Ausfahrten mit Baby plant, sollte auf breite Reifen und eine gute Federung achten. Sehr nützlich ist eine Ablage unter der Liegefläche. Und manche Wagen lassen sich besonders einfach und klein zusammenlegen, wenn sie im Auto verstaut werden sollen. Der Aufsatz wird dabei zur Tragetasche.
Wenn Sie sich Ihren Kinderwunsch ganz bewusst erfüllen, wollen Sie das sicher unter guten Voraussetzungen tun. Schwangerschaft und Geburt bedeuten für jede Frau eine körperliche und seelische Höchstleistung. Und viele Gesundheitsfragen sollten nach Möglichkeit rechtzeitig bedacht werden, z. B. der Schutz vor Röteln oder Bluthochdruck.
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Ihren Kinderwunsch. Sollten spezielle Fragen zu klären sein, wird er Ihnen sagen, wo und mit wem Sie das am besten tun können.
Rein biologisch gesehen liegt das ideale Schwangerschaftsalter zwischen 20 und 30 Jahren. Aber auch für eine Frau über 30 ist es meist problemlos, ein gesundes Baby zur Welt zu bringen. Wenn keine Risikofaktoren vorliegen und sie sich gut fühlt, gibt ihr das Vorsorgeprogramm in der Regel ausreichend Sicherheit.
Ab Mitte 30 kann eine Schwangerschaft jedoch auf sich warten lassen, weil die Eireifung im monatlichen Zyklus nicht mehr ganz so prompt stattfindet. Auch kommen Chromosomen-Störungen (Zellveränderungen) etwas häufiger vor, die das Baby belasten können. Ist der Vater im höheren Alter, ist in diesem Punkt ebenfalls Wachsamkeit empfohlen. Ihr Arzt wird Sie dazu beraten, Abklärungsmöglichkeiten mit Ihnen besprechen und Ihnen gegebenenfalls den Besuch einer „Humangenetischen Beratungsstelle“ empfehlen.
Auch sehr junge Frauen sollten sich vornehmen, die Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig wahrzunehmen. Gesundheitliche Schwangerschaftsprobleme kommen bei Frauen unter 18 häufiger vor. Und manchmal werden sie nicht frühzeitig erkannt, weil die Arzttermine als nicht so wichtig angesehen werden.
Erfahrungen zeigen, dass bei schwangeren Frauen ohne feste Partnerschaft häufiger Frühgeburten und andere Schwangerschaftsstörungen vorkommen. Wenn Sie sich trotzdem für ein Baby entschließen, entscheiden Sie sich auch für alle 10 Vorsorgeuntersuchungen.
Und wenn Sie allein sind, sollten Sie sich nicht allein fühlen. Beginnen Sie früh, für sich und Ihr Baby ein Netz von Verbindungen zu knüpfen, d. h., Kontakte zu Freunden, Verwandten und Nachbarn zu fördern. Sie brauchen vielleicht einmal praktische oder seelische Unterstützung. Und für ein Kind können im Leben auch noch andere Personen wichtig sein. Schön, wenn diese Ihr Kind schon als Baby kennen gelernt haben und in der Nähe sind.
Sammeln Sie außerdem Informationen über Ihre Rechte und die Hilfen, die Sie in Anspruch nehmen können. Eine gute Adresse: Verband alleinerziehender Mütter und Väter (www.vamv.de)
Die meisten Frauen wünschen sich heute eine natürliche sanfte Geburt. Statt passiv „entbunden zu werden“, möchten sie das einmalige Geschehen ganz bewusst erleben. Dass Geburten nicht mehr routinemäßig durch Medikamente programmiert werden, unterstützen inzwischen vielen Ärzte.
Aber für keine Entbindung gibt es einen festen Plan. Auch wenn Sie sich durch Übungen sorgfältig vorbereitet haben, kann es passieren, dass Ihnen die Schmerzen zuviel werden. Dann sollten Sie keine Scheu haben, um schmerzlindernde Mittel zu bitten. Jede Frau empfindet Schmerz anders. Manche verkrampfen, andere bleiben überraschend gelassen. Anstatt Schmerzen zu unterdrücken, hilft es, sie mit jeder Wehe „herauszuschreien“.
Es handelt sich dabei um Opioide, die auf das Schmerzzentrum im Gehirn wirken. Deshalb reduzieren sie nicht nur die Geburtsschmerzen, sondern betäuben sämtliche Empfindungen. Sie machen müde und trüben das Bewusstsein der Mutter. Weil sie auch auf das Kind übergehen, verzichtet man heute meist darauf.
Der Pudendus-Block: Kurz bevor das Köpfchen durchtritt, ist der Dehnungsschmerz besonders stark. Dann kann der Geburtshelfer mit einer schnell wirkenden Spritze zwischen Scheidenausgang und After Erleichterung verschaffen. Das Schmerzmittel betäubt gezielt den Beckenbereich, lindert aber nicht den Wehenschmerz.
Die Periduralanästhesie (PDA): Zwischen zwei Rückenwirbel wird eine Spritze gesetzt, die nach ca. 20 Minuten den Unterkörper der Gebärenden gefühllos macht. Das Mittel ist so dosiert, dass die Frau zwar Erleichterung spürt, aber noch herumlaufen und bei den Wehen aktiv mitarbeiten kann. Sie erlebt die Geburt also hellwach. Nach einer PDA dauert die Austreibungsphase oft etwas länger. Viele Frauen entscheiden sich heute auch bei einem Kaiserschnitt gegen eine Vollnarkose und für eine PDA. Diese Methode verlangt zwar etwas stärkere Nerven, hat aber den Vorteil, dass die Mutter ihr Kind wach begrüßen kann.
Homöopathische Medikamente: Sie entspannen und haben keine Nebenwirkungen. Es gibt jedoch nicht „das Mittel“, das bei jeder Frau gleich wirkt. Oft hilft auch schon, dass sich die Helfer intensiv um die Frau kümmern, sie beobachten und mit ihr sprechen, um das richtige Mittel zu finden.
Akupressur-Massage: Hier werden die Reizpunkte durch Druck stimuliert. Die Massage ist nicht ganz so wirkungsvoll wie die Akupunktur, aber vielen Frauen angenehmer.
Der Dammschnitt: Er ist mehr eine „mechanische Hilfe“. Um einem Riss vorzubeugen und die Austreibungsphase zu beschleunigen, wird das Gewebe zwischen Scheidenöffnung und Darmausgang durch einen Schnitt erweitert. Nach der Geburt wird der kleine Eingriff unter örtlicher Betäubung vernäht.
Akupunktur: Mit feinen Nadeln werden bestimmte Reizpunkte stimuliert. Daraufhin schüttet der Körper Endorphine (körpereigene Schmerzmittel) aus. Begonnen wird in der Halbzeit der Entbindung. Die Geburt verläuft häufig sogar etwas schneller. Akupunktur betäubt den Wehenschmerz nicht, lindert ihn aber. Wer darauf schwört und schon Erfahrung hat, dem bringt diese Methode innerhalb von 10 Minuten Erleichterung ohne Nebenwirkung.
Sie sollten ohne vorherige Rücksprache mit Ihrem Arzt, Ihrer Ärztin oder Ihrer betreuenden Hebamme keine Medikamente einnehmen, die Ihnen vor Ihrer Schwangerschaft verschrieben worden sind, da bestimmte Präparate Ihrem Baby schaden können. Dies gilt auch für nicht verschreibungspflichtige Medikamente, die Sie in der Apotheke kaufen können. Im Frühstadium der Schwangerschaft eingenommene Medikamente können die gesunde Organentwicklung Ihres Babys beeinträchtigen und angeborene Fehlbildungen hervorrufen. Präparate, die in einem späteren Stadium Ihrer Schwangerschaft eingenommen werden, können das Wachstum Ihres ungeborenen Babys hemmen, zu niedrigem Geburtsgewicht oder einer Schädigung der fetalen Organe führen. Bestimmte Medikamente, die Sie gegen Ende Ihrer Schwangerschaft einnehmen, können sogar bei Ihrem Neugeborenen noch Erkrankungen auslösen.
Frauen, die aufgrund einer chronischen Erkrankung regelmäßig Medikamente einnehmen müssen, sollten eine geplante oder bereits bestehende Schwangerschaft sofort mit ihrem Arzt, ihrer Ärztin besprechen, weil möglicherweise die Behandlung entsprechend geändert werden muss. Wenn Sie darüber hinaus während Ihrer Schwangerschaft ein bestimmtes Symptom oder eine bestimmte Erkrankung mit Medikamenten behandeln lassen möchten, sollten Sie ebenfalls medizinischen Rat einholen. Viele Präparate sind unbedenklich, vor allem nach den ersten drei Monaten. Zwar sollte eine nicht unbedingt erforderliche Einnahme von Medikamenten während der Schwangerschaft generell vermieden werden, jedoch ist z.B. das Schmerzmittel Paracetamol in jedem Schwangerschaftsstadium durchaus vertretbar.
Ein wunderbar ausgefeiltes System sorgt dafür, dass es dem Baby im Mutterleib an nichts fehlt und es sich geschützt und wohl versorgt entwickeln kann.
An der Stelle der Gebärmutterwand, wo sich das Ei eingenistet hat, bildet sich der Mutterkuchen, auch Plazenta genannt.
Die Plazenta ist das wichtigste Organ in dem vorgeburtlichen Versorgungssystem, das Bindeglied zwischen Mutter und Kind. Von ihr bezieht das Ungeborene über die Nabelschnur Nahrung und Sauerstoff, alles, was es zu seinem gesunden Wachstum braucht. Sie produziert für die Schwangerschaft notwendige Hormone. Außerdem schirmt sie das Baby gegen viele Krankheitskeime und Schadstoffe ab. Nicht ganz so perfekt allerdings, wie lange angenommen wurde. Inzwischen weiß man, dass die dünne Haut, die in der Plazenta schützend zwischen mütterlichem und kindlichem Kreislauf liegt, bestimmte schädliche Substanzen durchlässt. Dazu gehören neben Alkohol und Medikamenten verschiedene Schadstofffe wie Blei, Cadmium und Nickel, die Mutter über nicht einwandfreie Nahrung zu sich nimmt oder mit ungesunder Luft einatmet. Auch einige Krankheitserreger, u. a. von Röteln, Toxoplasmose und Lues, können ungehindert passieren. Nikotin dagegen beeinträchtigt die Funktion der Plazenta: Ihre Blutgefäße verengen sich, und damit wird das Baby nur unzureichend versorgt. Normalerweise sitzt die Plazenta – ein dunkelrotes, gefurchtes Zellgebilde – im oberen Teil der Gebärmutter. Bei einer von 150 Schwangerschaften kann es sein, dass sie zu weit unten in der Gebärmutter oder sogar vor dem Muttermund liegt. Früher kam es dadurch bei der Geburt häufig zu starken, für Mutter und Kind gefährlichen Blutungen.
Dank Ultraschall kann der Arzt heute die Lage der Plazenta orten und die Gefahr durch einen Kaiserschnitt umgehen.
Die Nabelschnur ist der Transportweg zwischen mütterlichem und kindlichem Organismus. In ihr winden sich zwei dünne Arterien um eine weiche, dicke Vene. Diese Blutbahnen münden auf der einen Seite in ein Netz feiner Verästelungen innerhalb der Plazenta. Auf der anderen Seite führen sie zum Bauch des Babys und von dort aus weiter in seine Leber und sein Herz.
Über die Vene gelangt frisches Blut mit Sauerstoff und Nahrung in den Kreislauf des Kindes. Über die Arterien gibt es das „verbrauchte“ Blut samt allen Abfallstoffen an den Kreislauf der Mutter zurück.
Die 10-15 Millimeter dicke, bläuliche Nabelschnur wächst mit dem Kind. Am Anfang misst sie nur 15 Millimeter, am Ende hat sie eine Länge von durchschnittlich 60 Zentimetern.
Gewöhnlich ist die Nabelschnur wie eine Spirale gedreht. Deshalb kann sie nicht so leicht abknicken wie ein gerades Rohr. Selbst Knoten und Schlingen bedeuten keine ernste Gefahr für das Baby, und auch wenn es sich in der Nabelschnur verwickelt, erdrosselt es sich dabei nicht. Übrigens gelingt es den Babys meistens in kürzester Zeit, sich aus den Umschlingungen zu befreien.
Ernsthafte Komplikationen treten sehr selten auf. Sogar Kinder, die mit der Nabelschnur um den Hals geboren werden, sind in 99 Prozent der Fälle nicht gefährdet.
In wenigen Ausnahmefällen kommt es vor, dass sich die Nabelschnur zu fest verheddert und die Versorgung der Babys beeinträchtigt wird. Der Arzt holt dann das Baby möglichst schnell. Legt sich die Nabelschnur bei der Geburt vor den Kopf des Kindes und droht, im Geburtskanal abgedrückt zu werden, kann der Arzt versuchen, das Köpfchen zu verschieben. Oder er hilft dem Kind mit der Zange, der Saugglocke oder per Kaiserschnitt rasch auf die Welt.
Die Nabelschnur hat aber nicht nur praktischen Nutzen: Auf vielen Ultraschallbildern kann man beobachten, wie das Baby sich mit diesem Verbindungsstrang zur Mutter beschäftigt. Ungefähr im vierten Monat fängt es an, nach der Nabelschnur zu greifen, sie zu drücken, sich an ihr festzuhalten und auf ihr herumzukauen. Ein erstes Spielzeug schon im Mutterleib.
Ungefähr in der 8. Schwangerschaftswoche ist die Fruchtblase fertig, die den winzig kleinen Keim umhüllt. Jetzt beginnen ihre inneren Häute, Fruchtwasser zu bilden, zusätzliche Flüssigkeit dringt aus dem Blut der Mutter durch die Eihäute in die Fruchtblase ein.
Das klare, manchmal auch milchige Fruchtwasser füllt die ganze Fruchtblase aus und bietet dem Baby ideale Lebensbedingungen. Hier schwimmt es gegen Lärm, Druck und Stöße von außen geschützt bei wohliger Temperatur mit genügend Spielraum, um sich bewegen und seine Knochen und Muskeln gesund entwickeln zu können. Erst in den letzten beiden Schwangerschaftsmonaten wird der Platz etwas eng für Purzelbäume und andere Turnübungen.
Ungefährt ab der 12. Woche ist das Baby an Herstellung und Verbrauch des Fruchtwassers selbst beteiligt. Seine Lungen und Atemwege füllen sich mit Wasser. Es fängt jetzt an, davon zu trinken, und weil seine Nieren schon arbeiten, beginnt es auch, Urin auszuscheiden. Keine Sorge, dieser Babyurin ist steril und deshalb nicht unhygienisch. Einen Teil der Flüssigkeit resorbieren die Eihäute, ein weiterer Teil wird über die Plazenta zur Mutter zurückgeführt. Was so auf verschiedene Weisen an Wasser verschwindet, wird sofort ersetzt. Ein raffinierter Mechanismus sorgt dafür, dass sich die gesamte Menge – in den letzten Schwangerschaftswochen rund ein bis eineinhalb Liter – alle drei Stunden vollständig erneuert.
Im Fruchtwasser – medizinisch Amnionflüssigkeit genannt – sind Eiweiß, Zucker, Kalzium, Natrium, Kalium und Spurenelemente enthalten, aber auch Haare und Zellen des Babys. Eine Flüssigkeit, deren Farbe, Menge und Beschaffenheit den Ärzten viel über das Befinden und den Entwicklungsstand des Ungeborenen verraten können.
Fruchtwasser-Untersuchungen werden allerdings nur in bestimmten Risikofällen vorgenommen.
Fast alle Mütter sind guter Hoffnung, mit der Geburt gleich ihren Bauch loszuwerden. Aber es dauert eine Weile, bis er zu seiner Form und Elastizität aus der Zeit vor der Schwangerschaft zurückfindet. Die Muskulatur der Bauchdecke und des Beckenbodens ist gedehnt und nachgiebig geworden. Bei der Rückbildung hilft Ihnen die Natur durch Hormone. So sorgt beispielsweise das Hormon Oxytozin für die Rückbildung der Gebärmutter, auf die sogar Ihr Baby Einfluss hat. Beim Saugen an der Brust empfängt Ihre Hormonzentrale Signale zur Hormonausschüttung.
Überlassen Sie aber der Natur die Arbeit nicht allein. Mit gezielter Rückbildungsgymnastik können Sie der Elastizität der gedehnten Muskeln auf die Sprünge helfen. Das ist nicht nur gut, um rasch wieder in Form zu sein, sondern auch dann, wenn Sie sich ein weiteres Baby wünschen. Sogar für die später kommenden Wechseljahre sind die Übungen eine Vorbereitung. Sie helfen, einer Gebärmuttersenkung vorzubeugen und die Spannkraft der Blasen- und Darmmuskeln zu erhalten.
In der Klinik wird Ihnen meist eine Krankengymnastin Übungen zeigen, die anfangs ganz sanft sind. Sie erhalten Anleitungen für das weitere Programm und Empfehlungen für einen Kurs. Kurse zur Rückbildungsgymnastik müssen im Allgemeinen nicht selbst bezahlt werden (Anspruch auf 10 Stunden).
Die Kurse nach der Geburt können noch aus einem anderen Grund hilfreich sein: Sie bekommen Kontakt zu anderen Müttern, die mit den gleichen oder ähnlichen Babyfragen beschäftigt sind wie Sie. Und Sie können mal für eine kurze Zeit die Babyverpflichtungen abgegeben, zum Beispiel an den Vater oder Freunde, und eine Atempause für sich machen.
Das Durcheinander im Hormonhaushalt, der sich erst wieder auf Normalbetrieb einstellen muss, kann Sie mal schwitzen, mal frieren lassen und auch in der Seelenlage Wechselbäder auslösen. Mal fühlen Sie sich vielleicht in Hochstimmung und kurz darauf fallen Sie in ein Tief. Das sind ganz natürliche Erscheinungen und keine richtigen Depressionen. Sie vergehen meist von allein, wenn Sie sie auch wie ein Naturereignis kommen und gehen lassen. Schließen Sie vor allem nicht daraus, dass Sie dem Muttersein nicht gewachsen sind. Sie haben viel Zeit, es zu lernen.
Der Wochenfluss ist eine Begleiterscheinung für drei bis vier Wochen und Zeichen eines natürlichen Heilungsprozesses. So hat zum Beispiel die Lösung des Mutterkuchens in der Gebärmutter eine Wundstelle hinterlassen. Duschen ist während des Wochenflusses besser als Baden, damit der Brustbereich hygienisch bleibt. Aber Sitzbäder können wohltuend und nach einem Dammschnitt heilungsfördernd sein.
In der Zeit des Wochenflusses sollten Sie zur Infektionsvorbeugung keinen Geschlechtsverkehr mit Ihrem Partner haben. Denken Sie anschließend an Empfängnisverhütung. Ihr Arzt oder auch Ihre Hebamme wird Sie beraten. Stillen ist nur ein gewisser, aber kein sicherer Schutz vor einer neuen Schwangerschaft.
Der gesamte Organismus ist in die Vorbereitung des neuen Lebens einbezogen, und Spuren davon können sich überall zeigen, von Kopf bis Fuß.
Häufig wirken die Haare jetzt voller, glänzender und seidiger als sonst. Zum Teil liegt das an der vermehrten Hormonzufuhr, aber sicher ist es auch der gesünderen Ernährung während dieser Zeit zu verdanken. Viele Frauen probieren eine neue Frisur aus, die ihrem veränderten Selbstgefühl entspricht und lassen dann die Haare ein paar Wochen vor der Geburt noch einmal in Form bringen – als Schönheitsreserve für die Zeit danach.
Auch der Haut bekommt die Schwangerschaft oft ausgesprochen gut. Der bessere Stoffwechsel sorgt für eine intensivere Durchblutung und lässt die Haut weicher, rosiger erscheinen. Und die vermehrte Wassereinlagerung wirkt straffend und gleicht eventuelle Fältchen aus. Bei manchen verschwinden auch kleine Unebenheiten der Haut, während andere durch den Hormonumschwung plötzlich mit unreiner Haut zu kämpfen haben. Bei einigen Frauen zeigen sich vor allem auf Stirn und Wangen bräunliche Schwangerschaftsflecken und Pigmentstörungen, die unter Sonnenbestrahlung noch dunkler werden. Keine Sorge, die Flecken geben sich später wieder von allein.
Für die Hautpflege eigenen sich jetzt besonders Produkte mit Wirkstoffen aus der Natur wie Kamille, Lindenblüte, Ringelblume, Rosmarin und pflanzliche Öle wie Jojoba-Öl, Mandel-Öl und Karité-Öl.
Für die Brust bedeutet die Schwangerschaft eine nicht geringe Strapaze. Jede Brust nimmt durchschnittlich rund 300 Gramm zu. Um die Muskeln und Bänder zu entlasten, raten die Ärzte dringend, einen Büstenhalter zu tragen. Dieser sollte vor allem bequem sein, breite Träger und eine gute Passform haben, damit er wirklich Halt gibt. Was ebenfalls hilft sind kühle Duschen und sanfte Massagen, die die Durchblutung fördern.
Bei den Massagen umspannt man am besten mit beiden Händen eine Brust und streicht anschließend zart in Richtung Brustwarze.
Das Bindegewebe an Busen, Bauch, Hüften und Schenkeln hat während der Schwangerschaft extrem viel auszuhalten. An die 100 Zentimeter misst der Bauchumfang kurz vor der Geburt. Und die starke Dehnung kann hier und in den anderen Problemzonen feine Risse im Bindegewebe unter der Haut hervorrufen, die Schwangerschaftsstreifen.
Schon im vierten Monat, wenn der Bauch sich langsam rundet, beginnen viele Frauen deshalb, vorbeugend Haut und Gewebe mit Massageölen und Spezialcremes einzureiben. Hierfür eigenen sich besonders gut pflanzliche Öle wie Jojoba, Mandel und Calendula. Zusätzlich knetet man die anfälligen Bereiche mit den Finderspitzen durch und zupft abschließend die Haut kurz hoch.
Auch vitaminreiche Kost, vor allem Vitamin E, unterstützt die Elastizität des Gewebes.
Die Beine haben während der Schwangerschaft erheblich viele Kilos mehr zu tragen als gewöhnlich, und die Venen müssen entschieden größere Mengen Blut transportieren. Unter dieser Belastungsprobe zeichnen sich manchmal die ersten Krampfadern ab. Deshalb sollte die werdende Mutter sooft es geht die Füße hochlegen. Zehenwackeln, Barfußlaufen, kräftiges Kneten der Waden und Massagen fußaufwärts Richtung Herz – alles, was im Augenblick Erleichterung bringt und die Durchblutung anregt, dient der bleibenden Schönheit der Beine.
Was das Baby unbedingt braucht, wenn es in sein neues Zuhause kommt, ist ein kuscheliges Plätzchen zum Schlafen, ein Nest, in dem es sich so behaglich fühlen kann wie im Mutterleib. Um eine gesunde Schlafumgebung zu schaffen, die auch bei der Vorbeugung des „Plötzlichen Kindstodes“ eine wichtige Rolle spielt, sollten aber auf jeden Fall folgende Punkte beachtet werden:
Babys sollten in ihrem eigenen Bett im Schlafzimmer der Eltern schlafen, am besten in einem Kinderbett mit zwei Gitterseiten. Besonders praktisch sind Modelle, die zum „Juniorbett“ umgebaut und somit länger genutzt werden können. Sinnvoll ist ein Bett mit herausnehmbaren Gitterstäben und der Möglichkeit, nachträglich Rollen zu befestigen. Wer beim Bettenkauf auf die Qualitäts-Siegel von TÜV, LGA oder der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel achtet, kann darauf vertrauen, dass das Bett sicher und praktisch ist. Falls eine Wiege oder ein Stubenwagen gewünscht sind, sollte auch hier unbedingt auf die nachfolgenden Punkte geachtet werden:
Die Matratze sollte max. 10 cm dick, luftdurchlässig, schadstoffarm und nicht zu weich sein. Sie sollte einen trittfesten Rand haben. Bitte keinen Kunststoff-Schonbezug, keine Gummiauflage und kein Schaffell verwenden.
Sie sollten aus Baumwolle und bei mindestens 60°C waschbar sein; bitte auf sichere Kleidung achten, z.B. ohne Kordeln.
Experten empfehlen einen Schnuller und einen Schlafsack (aus waschbarer Baumwolle) statt einer dicken Bettdecke.
Babys sollten ohne Kopfkissen und ohne „Nestchen“ schlafen.
Es wird ausschließlich die Rückenlage empfohlen! Die Füße gehören ans Bettende.
Die Zimmertemperatur sollte 16 bis 18°C betragen, die Luft rauchfrei sein. Bitte darauf achten, dass keine Schnüre und Bänder in Reichweite des Babys sind.
Am Anfang kennt das Baby nicht den Unterschied, ob es ein eigenes Zimmer hat oder nicht. Deshalb macht es auch gar nichts, wenn das Bettchen in den ersten zwei Jahren aus Sicherheitsgründen im Schlafzimmer der Eltern steht. Schön ist es natürlich, wenn das Baby parallel dazu von Anfang an ein eigenes Reich hat, an das es sich schon früh gewöhnen kann. In seinem eigenen Reich kann das Baby genug Energie für eine gesunde Entwicklung sammeln und erste Freiheiten genießen. Natürlich ist es trotzdem nicht gerne pausenlos nur in seinem Zimmer, sondern nimmt mit großer Neugier und Freude gern am Leben der Großen teil. Auch wenn es einen friedlichen Bereich braucht, um sich zu „erholen“, sind natürlich die Nähe, Wärme und Zärtlichkeit der Eltern sehr wichtig für das Wohlbefinden des Babys. Trost und Nahrung sind jederzeit erreichbar. Und solange es einen ruhigen Punkt gibt, an dem das Baby sich entspannen kann, schadet es auch nicht, wenn es manchmal ein bisschen laut wird in seiner Umgebung. Im Gegenteil: Aus dem Mutterleib ist es schließlich schon lange daran gewöhnt, am Leben der Erwachsenen teilzunehmen. Es mag die vertraute Geräuschkulisse. Und es ist erwiesen, dass Babys, die viel am Leben der Eltern teilnehmen können, besonders lebhaft und interessiert auf alles reagieren, was sich um sie herum tut. Und wenn das Kind später mit seinem Bettchen in die eigenen vier Wände umzieht, dann ist ein Maximum an Schlaf und Ruhe in schon gewohnter Umgebung garantiert.
Nicht jede Schwangerschaft ist für die Frau einfach nur wunderschön. Manche müssen gerade in den ersten Monaten mit einigen Beschwerden kämpfen, andere fühlen sich vom ersten bis zum letzten Monat unwohl. Harmlos sind die meisten dieser „Nebenwirkungen“ – schön ist aber keine. Doch Sie selber können Maßnahmen ergreifen, um Beschwerden wie Brechreiz, Rückenschmerzen und Sodbrennen zu vermeiden.
Hämorrhoiden: Sie entstehen durch eine Venenerweiterung. Harter Stuhl und Verstopfung verschlimmern das Problem. Helfen kann eine ballaststoffreiche Ernährung (viel frisches Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukte), die Verdauungsproblemen vorbeugt.
Krampfadern: Sie sind anlagebedingt und können deshalb kaum verhindert werden. Vorbeugen können Sie, indem Sie langes Stehen oder beim Sitzen übereinandergeschlagene Beine vermeiden. Lagern Sie die Beine lieber häufig hoch, so kann das Blut zurückfließen und die Venen weiten sich nicht noch mehr. Auch Stützstrümpfe können die Venen entlasten. Anstelle von heißen Wannenbädern sollten Sie Duschen mit heiß-kalten-Wechselgüssen.
Sodbrennen: Häufig erschlafft der Schließmuskel am Mageneingang durch die Einwirkung von Hormonen. Im späteren Stadium der Schwangerschaft schiebt dann auch die Gebärmutter den Magen immer mehr nach oben. So kann die Magensäure leichter in die Speiseröhre gelangen. Sie sollten deshalb schwerverdauliche Speisen vermeiden und lieber kleinere Portionen essen. Helfen kann auch eine Hochlagerung des Oberkörpers.
Verstopfung: Anstelle von Abführmitteln sollten sie auf eine ballaststoffreiche Ernährung achten. Vor allem Obst und Gemüse, aber auch viel Flüssigkeit und Bewegung bringen Ihren Darm in Schwung.
Rückenschmerzen: Am besten hilft hier Entspannung pur! Warme Bäder, Massagen, Schwimmen oder auch ein warmes Körnerkissen sind sehr wohltuend für die Rückenmuskulatur. Aber auch gymnastische Übungen können die Wirbelsäule entlasten. Das A und O ist aber eine gute Haltung und vor allem, tragen Sie keine schweren Lasten.
Übelkeit: Das häufigste Problem von Schwangeren! Leiden Sie besonders morgens unter Übelkeit und Brechreiz, sollten Sie sich beim Aufstehen Zeit lassen und noch im Bett ein Glas Wasser oder Tee trinken. Auch ein kleines Vorab-Frühstück (Kekse, Zwieback oder trockenes Brot) kann lindern.
Auch kleine Babys sind sehr neugierig und Kinder können sich auch schon im Alter von sechs Wochen langweilen, besonders wenn man sie längere Zeit allein in ihrem Bettchen liegen lässt. Sie fangen an zu quengeln, zu weinen und beruhigen sich erst wieder, wenn sie hochgenommen werden. Häufig möchten sie aber nur beschäftigt werden. Auch zuviel Ruhe tut nicht gut. So lässt ein fahrbares Gitterbettchen das Baby schon ganz früh das Leben um sich herum mitbekommen. Gerne spielen die Kleinen auch mit den Fingern von Mama oder Papa. Sie ziehen sich daran hoch und benutzen sie quasi als „Reck“. Zum Lachen lassen sich kleine Babys ganz leicht bringen. Sie müssen einfach ein wenig an den Füßchen kitzeln, Lieder singen, mit Quietschpuppen oder raschelndem Papier spielen. Wenn Sie einmal gerade keine Zeit haben, sich intensiv mit dem Baby zu beschäftigen, dann geben sie ihm ganz einfache Dinge, wie ein Stofftuch, ein kleines Stofftier oder auch eine Plastikschale. Es wird dann ganz interessiert und gespannt dieses erkunden. Besonders Geräusche wecken die Aufmerksamkeit Ihres Kindes. Egal, ob ein rauschender Wasserhahn, Plantschgeräusche, der Staubsauger oder eine Musikkassette – alles trägt zum Vergnügen bei. Auch rhythmisches Klopfen mit dem Holzlöffel auf dem Fußboden oder einem Tisch kann himmlisch aufregend sein. Achten Sie einfach mal darauf, was Ihr Kind an Geräuschen und Materialien spannend findet. Wenn es dann mal wieder schreit und eigentlich frisch gewickelt und auch satt sein müsste, dann probieren Sie mal aus, ob es spielen möchte.
Mindestens zwei Liter Flüssigkeit pro Tag sind für Schwangere das richtige Maß. An heißen Tagen sogar noch mehr, um den Flüssigkeitsverlust durchs Schwitzen auszugleichen. Gut sind Mineralwasser, Kräuter- oder Früchtetee und (mindestens im Verhältnis 1:1 mit Wasser verdünnter) frischer Obst- oder Gemüsesaft. Vorsicht aber vor allzu viel Säure, sie führt leicht zu Sodbrennen.
Bei Mineralwässern ist es oft hilfreich, auf ein kohlensäurearmes Wasser umzusteigen. Auch hier sollte auf die spezifische Zusammensetzung geachtet werden. Ein reich mineralisiertes Wasser deckt pro 1,5 Liter-Flasche ca. 40% des Magnesiumbedarfs. Viele Wasser sind auch mit dem für Schwangere so wichtigen Calcium angereichert.
Auf Kaffee und schwarzem Tee müssen werdende Mütter nicht verzichten – vielen allerdings widerstrebt jetzt ihr sonst so geliebter Kaffee. Gegen 2 oder 3 Tassen täglich ist nichts zu sagen. Mehr sollte es nicht sein, weil das Koffein nicht nur bei der Mutter, sondern auch beim Baby Herzklopfen verursacht.
Und Alkohol? Ein „Gläschen in Ehren“ galt lange als unbedenklich. Inzwischen raten die Ärzte, auch das schon aus dem Programm zu streichen. Alkohol in größeren Mengen aber und vor allem Hochprozentiges gehören zum strikten Tabu. Schwere Gehirnschädigungen des Babys oder eine Fehlgeburt könnten die Folge sein.
Die Schauspielerin Demi Moore streckte als eine der ersten Prominenten ihren Baby-Bauch stolz in die Kamera. Seitdem scheint der Bann gebrochen: Models wie Claudia Schiffer oder Kate Moss posierten in der Schwangerschaft mit deutlich sichtbaren Rundungen vor Fotografen. Das Motto ist klar: Wer schwanger ist, darf das auch zeigen. Das gilt nicht nur für Berühmtheiten. Die Umstandsmode passt sich dieser Entwicklung an.
Statt zeltartiger Umhänge sind jetzt vor allem bei jungen Frauen moderne, körperbetondende Outfits gefragt. Doch die sind oft gar nicht so einfach zu bekommen.
Meist beherrschen nach wie vor Latzhosen oder rüschenbesetzte Kleidchen das spärliche Angebot an Schwangerschaftskleidung in Deutschland. Bequem und aus atmungsaktiven Materialien hergestellt, dabei aber gleichzeitig enganliegend und sexy soll die Umstandsmode von Heute dafür sorgen, dass sich Schwangere nicht nur wohl, sondern auch attraktiv fühlen. Statt den Bauch wie früher zu verstecken, betont man ihn heute geradezu.
Außerdem bekommen viele Frauen ihr erstes Kind, wenn sie bereits voll im Berufsleben stecken. Im Büro sehen Jogginghose und das große Hemd vom Ehemann nicht sehr passend aus. Nichts ist schlimmer als eingenähte Lätzchen am Hosenbund oder der ewige Schlabber-Look umhangähnlicher Oberteile.
Viele Hersteller, gerade auch Versandhäuser, haben ihre Kollektionen bereits auf den neuen figurbetonten Trend umgestellt.
Das Fazit: Bauch zeigen in der Schwangerschaft ist erlaubt, denn auch werdende Mütter haben schöne Figuren.
Oft können sich Eltern gar nicht ausdenken, auf welche Ideen schon Babys kommen und welche Fähigkeiten in ihnen stecken. Bereits in den ersten Monaten lauern überall Unfallgefahren, selbst im Babybett.
Ihr Baby braucht kein Kopfkissen, weil es zu viele Gefahren in sich birgt. Die Bettdecke darf nicht zu dick sein, damit Ihr Kind nicht schwitzt. Der Abstand der Gitterstäbe darf höchstens 10 Zentimeter betragen. Betten mit TÜV/GS-Zeichen erfüllen diese Norm. Babys gehören nicht in ein offenes, ungesichertes Bett zum Schlafen oder ohne Ihre direkte Nähe auf ein Sofa oder einen Sessel.
Hängen Sie Ihrem Baby den Schnuller nie mit einem Band um den Hals. Für größere Babys eignen sich Klippbänder. Achten Sie darauf, dass es völlig in Ordnung ist, damit Ihr Kind keine losen Teile schluckt.
Viele Babys sind schon vom Wickeltisch gefallen, weil sie nur wenige Sekunden aus den Augen gelassen wurden. Bleiben Sie in Reichweite. Ab dem 3. Monat, unter Umständen aber auch früher, drehen sich Babys spontan herum.
Sie sollte sicher stehen, am besten auf dem Boden.
Halten Sie das Baby richtig fest und achten Sie darauf, dass die Babywanne sicher steht.
Wenn diese Zeit gekommen ist, müssen Sie Ihre Wohnung „kindersicher“ machen. Dann geht Ihr Kind auf Entdeckungsreisen und steckt alles in den Mund, was ihm in die Finger kommt, um es zu erforschen. Besonders Interesse finden Reißnägel, Kugeln, Nägel, Knöpfe, Messer, Gabeln, Schlüssel, Schere, Streichhölzer, Sticknadeln, Knopfbatterien, Nüsse, Nuss-Schokolade – sie müssen also für Ihr Kind unerreichbar aufbewahrt werden. Auch Kosmetika und Arzneien dürfen nie in Reichweite der Kinder stehen, sondern gehören in einen abschließbaren Schrank (Schlüssel abziehen!).
Kindliche Neugier, Findigkeit, Geschicklichkeit und Leichtsinn sind grenzenlos. Kinder stecken alles in den Mund! Besondere Vergiftungsgefahren drohen durch Alkohol, Zigaretten, bittere Mandeln, Giftpflanzen in der Wohnung (Korallenbäumchen, Oleandertriebe, Maiglöckchen). Schon eine Zigarette, die ein Kind isst, kann tödlich sein. Auch Blumenwasser und Blumenerde sind gefährlich! Ebenso Putzmittel und Dünger.
So beliebt bei Eltern, so gefährlich für Babys: Lampenöl in Dochtgefäßen. Es passiert immer häufiger, dass Babys die Flüssigkeit in den bunten Flaschen und Dochtgläsern für Limonade halten und dann Lampenöl trinken. Die Folgen können ernst sein.
Kaum zu glauben, aber wahr: Jeder vierte Unfall eines Kindes passiert in Anwesenheit der Eltern. Typische Unfallursachen in der Wohnung sind ungesicherte Steckdosen und Elektrogeräte, ungesicherte Töpfe auf dem Herd, Wasserkocher und Kaffeekannen mit heißem Inhalt, leicht zu öffnende Fenster, für Kinder erreichbare Medikamente und herumliegende Plastiktüten (Erstickungsgefahr!). In Küche und Bad stellen Mittel zum Desinfizieren, Geschirrspülen, Wäschebleichen, Möbelpolieren, Fleckenentfernern, Ätzen, Haarwaschen, Hautpflegemittel sowie Kölnisch Wasser, Haar- und Körperspray, Nagellack und Nagelentferner große Gefahrenquellen dar.
Sicherlich haben Sie es in Ansätzen schon gemerkt: Als Vater wird man nicht geboren. Alles ist plötzlich neu und aufregend. Sie sind stolz auf Ihre Partnerin, auf den faszinierenden, winzigen Punkt auf dem Ultraschallbild und – Sie dürfen es ruhig zugeben – auf sich selbst natürlich auch! Auch wenn Sie es geahnt haben: für die meisten Männer kommt nach der ersten Euphorie schnell das Gefühl der Hilflosigkeit und des „Ausgeschlossenseins“. Sie spüren eine neue, große Verantwortung, denn schließlich ist Ihr Baby unterwegs ... Aber – alles dreht sich nur um Ihre Partnerin.
Vielleicht können Sie Ihre Empfindungen einfach nicht so richtig zeigen, durchleben ein momentanes Wechselbad der Gefühle zwischen Freude, Angst, Glück und Zweifel. Keine Sorge – alles ist ganz normal für einen „schwangeren“ Vater!
Das Bäuchlein der Partnerin wird langsam zum Bauch. Wenn möglich, gehen Sie mit zur Ultraschalluntersuchung. Beobachten Sie Ihr Baby bei seinen ersten Turnübungen und nutzen Sie die Zeit, sich auf das neue Leben zu dritt vorzubereiten! Irgendwann werden dann auch Sie Ihr Baby endlich fühlen können. Sie spüren kleine Tritte oder ertasten die Wölbung eines Füßchens ... Bestimmt sehr aufregend! Suchen Sie den Kontakt mit Ihrem Baby. Auch Ihre Partnerin wird die ersten Annäherungen zwischen Vater und Kind sicherlich genießen. Nehmen Sie sich nach Möglichkeit viel Zeit für Ihre Partnerin.
Besonders wichtig ist für sie das Gefühl, Sie jederzeit erreichen zu können. Wenn möglich sollten Sie Ihre beruflichen Termine so legen, dass Sie nach der Entbindung zwei oder sogar drei Wochen Zeit für Ihre Familie haben.
Das Kind wird gut betreut, und Sie können sich wieder in Ihrem Beruf entfalten: Klingt ganz einfach. Ist aber gleichzeitig so schwer! Wir geben Ihnen ein paar Tipps, wie die Umstellung von Vollzeitmutter auf Teilzeitmutter gelingt:
Wie auch die Muttermilch enthalten alle Säuglingsmilchnahrungen Kohlenhydrate. Kohlenhydrate sind für die richtige Ernährung Ihres Kindes ein unverzichtbarer Bestandteil. Trotzdem kann eine falsche Verabreichung von kohlenhydrathaltigen Nahrungen durch Dauernuckeln zu schwerer Karies und damit verbundenen Gesundheitsschäden führen.
Dies gilt natürlich auch für sonstige kohlenhydrathaltige Flüssigkeiten wie Tees oder Fruchtsäfte. Für die Zahngesundheit Ihres Kindes ist es von besonderer Wichtigkeit, dass Sie Folgendes beachten:
Überlassen Sie Ihrem Kind die Flasche nicht zum Dauernuckeln. Der Trinkvorgang sollte nur so lange dauern, wie es für die Nahrungsaufnahme oder das Stillen des Durstes wirklich nötig ist. Dieser Hinweis gilt auch für die Stillmahlzeit.
Lassen Sie Ihr Kind so früh wie möglich aus einem Becher oder einer Tasse trinken. Auch dadurch kann Dauernuckeln verhindert werden und der Trinkvorgang ist möglichst kurz.
Putzen Sie die Zähne Ihres Kindes vor dem Einschlafen. Nach der Zahnreinigung sollte Ihr Kind möglichst nichts mehr essen oder trinken.