In den letzten Jahren nimmt der Anteil der übergewichtigen Bevölkerung ständig zu. In den meisten Fällen besteht ein Missverhältnis zwischen der Kalorienzufuhr und der körperlichen Bewegung. Sei es durch Diätfehler oder durch unzureichende sportliche Betätigung, die Folge ist eine Speicherung der Energie in Form von Zucker in den sogenannten Fettpolstern. Für die Betroffenen bedeutet dies eine erhebliche Beeinträchtigung im Alltag.
Die diätetischen Bemühungen sind oft frustran, da die größte Schwierigkeit die Änderung der Lebensgewohnheiten darstellt. Auch unter medizinischer Anleitung sind die Ergebnisse von Diätmaßnahmen oft unbefriedigend. Es ist heute unbestritten, dass die Fettleibigkeit zu den Suchtkrankheiten zu zählen ist.
In den letzten Jahren wurden verschiedene operative Verfahren mit geringem Operationsrisiko zur Unterstützung der Gewichtsreduktion entwickelt. Die bekannteste Methode ist die Anlage eines Magenbandes. Über eine minimal-invasive Operation wird ein Silikonband um den oberen Magenanteil gelegt, so dass sich zur Speiseröhre hin ein kleines Reservoir bildet. Bei der Nahrungsaufnahme kommt es zu einem raschen Auffüllen dieses Reservoirs und zu einem frühzeitigen Sättigungsgefühl. Hierdurch wird es dem Betroffenen erleichtert, eine Kostregulierung durchzuführen.
Häufig ist ja gerade das fehlende Sättigungsgefühl Ursache für die überdimensionierte Nahrungsaufnahme. Unter strenger ärztlicher Kontrolle ist durch die Anlage eines Magenbandes innerhalb weniger Monate eine zweistellige (kg) Gewichtsreduktion zu erreichen.
Sogenannte regulierbare Magenbänder können hier eine individuelle Anpassung des Magenbandes ermöglichen.
Von entscheidender Bedeutung für die Zukunft ist natürlich die Umstellung der Nahrungsaufnahme und Nahrungszusammensetzung, um lang anhaltende Gewichtsreduktionen erzielen zu können.
Inzwischen sind diese Eingriffe Bestandteil der regulären medizinischen Versorgung und nicht mehr nur als kosmetische Maßnahme zu werten.