Vor einigen Wochen führte die Abteilung für Radiologie ein neues System zur Aufzeichnung von Diktaten ein. Statt auf herkömmlichen Kassetten werden die Befunde nun digital im Computer gespeichert. Bereits nach kurzer Zeit im Testbetrieb zieht Chefarzt Dr. Franz-Josef Kurth eine positive Bilanz: „Das digitale Diktat verbessert die Abläufe in der Abteilung schon jetzt erheblich, obwohl unser Radiologiesystem noch erneuert werden muss, damit wir bidirektional mit dem PACS-System arbeiten können.“
Gegenüber den alten Bändern erweist sich die Handhabung der elektronisch gespeicherten Diktate als wesentlich einfacher. So seien die Aufzeichnungen insgesamt nun deutlich schneller zu bearbeiten, da alle Sprachnotizen im Netzwerk abrufbar sind. Zudem entfällt das umständliche Suchen nach dem richtigen Befund, denn in der Regel enthielt ein Band mehrere Diktate. Am Computer erhält dagegen jeder Befund eine eigene Datei, die fest mit der jeweiligen Patientenakte verknüpft wird. Fehlerhafte Zuweisungen und Verwechslungen sind dadurch praktisch ausgeschlossen. „Für mich ist das die logische Weiterentwicklung der digitalen Akte“, sagt Dr. Kurth. „Alle relevanten Informationen befinden sich an derselben Stelle und können von überall und zu jeder Zeit abgerufen werden.“ Da die Netzlaufwerke regelmäßig gesichert werden, können die Daten auch nicht verloren gehen – im Gegensatz zu Bändern, die schon auch mal verlegt wurden. Falls an einem Diktat zudem einmal doch noch etwas geändert werden muss, lässt sich das am Computer sehr einfach vornehmen.
Unsere IT-Abteilung möchte aus diesen Gründen das digitale Diktat an möglichst vielen Kliniken einführen. „Die elektronische Speicherung der Diktate erleichtert die Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter deutlich, insbesondere auch in Verbindung mit der digitalen Patientenakte“, erläutert Tobias Gregorczyk, der das neue System in der Radiologie installiert hat. „In Zukunft ist außerdem eine Erweiterung durch die digitale Spracherkennung denkbar, die viel Tipparbeit ersparen kann.“
Die Abteilung für Radiologie ist von den Vorteilen des digitalen Diktats bereits jetzt überzeugt, wie Dr. Kurth unterstreicht: „Sobald alles fertig eingerichtet ist, können wir uns komplett von den alten Diktiergeräten und Kassetten verabschieden. “