
Wir führen in unserer Abteilung das gesamte Spektrum der Urologischen Diagnostik und Behandlung durch. Hierzu gehören alle gut- und bösartigen Erkrankungen der Harnwege (Niere, Harnleiter, Blase, Harnröhre) und der männlichen Geschlechtsorgane (Prostata, Penis, Hoden, Nebenhoden). Hiervon betroffen können Frauen, Männer aber auch Kinder sein, die dann bei uns entsprechend betreut werden.
Bei der von uns häufig durchgeführten großen Tumorchirurgie wenden wir wenn immer möglich organerhaltende Techniken an, bzw.
rekonstruieren Organe die z.B. wegen eines Tumors entnommen werden mussten. Es kommen hierzu alle gängigen Harnblasenersatzverfahren bei Frau und Mann (z.B. aus Darm neugebildete Ersatzblasen oder Harnleiter) zum Einsatz. Um hier ein möglichst gutes Ergebnis für den Patienten zu erzielen arbeiten wir eng mit Onkologen und Strahlentherapeuten zusammen.
Wann immer es möglich ist, werden schonende minimal-invasive Verfahren eingesetzt wie die Laparoskopie (d.h. Schlüsselloch-Chirurgie). In dem, in der Urologie gegründeten,
Zentrum für Minimal-Invasive Chirurgie (MIC- Zentrum)
führen heute, neben den Schnittoperationen, ca. 80% unserer Tumoroperationen minimalinvasiv durch. Aber auch Wiederherstellende Operationen bei gutartigen Erkrankungen (z.B. die Nierenbeckenplastik) erfolgen hier hauptsächlich in minimalinvasiver Technik. Dies stellt einen Schwerpunkt unserer täglichen Arbeit dar.
Ein weiterer Schwerpunkt der Klinik ist die Inkontinenztherapie bei Frau und Mann. Sie erfolgt stadienabhängig, beginnend bei nicht operativen Verfahren. Gefolgt von der Einlage des spannungsfreien „Harnröhrenbändchens“ (z.B.TVT®, Optape®) bei Frauen, oder eines harnrörenunterstützendes Band beim Mann (Ad Vance®) bis hin zum künstlichen Blasenschliessmuskel. Komplizierte Inkontinenzformen evtl. in Verbindung mit Beckenbodensenkung oder Organvorfall behandeln wir ebenfalls minimalinvasiv durch unterstützende Kunststoffnetze (Prolift®) die von der Scheide aus eingebracht werden, ggf. interdisziplinär in unserer „Beckenbodenklinik“
Zur Harnsteintherapie werden nach der Ursachenforschung (z.B. Steinanalyse) hauptsächlich die extrakorporale Stosswellenlithotrypsie (ESWL) als schonendes Verfahren eingesetzt. Ebenso führen wir alle endoskopischen Verfahren mit beweglichen und starren Instrumenten auch unter Einsatz des Lasers durch. Die durch die Harnröhre erfolgenden Operationsverfahren (transurethrale Resektionen ggf. mittels Laser der Blase oder Prostata) gehören zum Standardrepertoire der Klinik.
Besonderes Augenmerk richten wir auf die Behandlung der Harnröhrenenge, hier führen wir häufig offene Wiederherstellungen ggf. mit Transplantation von Mundschleimhaut durch und können so auch bei bereits mehrfach voroperierten Patienten noch gute Resultate erzielen. Operationen zur Penisbegradigung ggf. mit Implantation einer Schwellkörperprothese bei gleichzeitiger Impotenz runden das Spektrum ab.
Wobei alle diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen stets am neuesten Stand des medizinischen Wissens und der internationalen Richtlinien ausgerichtet sind
und
in enger Kooperation und Absprache mit dem niedergelassenen Kollegen der Sie betreut getroffen werden.
Dr. med. Dirk Kusche