Wenn es brennt…

Prosper-Hospital ist für den Ernstfall gewappnet

 

Es ist ein Szenario, was sich keiner vorstellen will: Ein Brand im Krankenhaus. Doch natürlich müssen Einrichtungen wie das Prosper-Hospital auf so einen Ernstfall vorbereitet sein. Wir haben mit Holger Piechnik, Fachkraft für Arbeitssicherheit, Umweltschutz und Brandschutz im Prosper-Hospital, über Sicherheitsmaßnahmen gesprochen.

Redaktion: Welche Sicherheitsvorkehrungen gibt es für einen eventuellen Brandfall?

Piechnik: Im Prosper-Hospital ist eine Brandmeldeanlage installiert. Über diese Brandmeldeanlage sind zur Zeit gut 2.600 Brandmelder geschaltet, die bei Rauchbildung automatisch einen Alarm zur Feuerwehr geben. Weiterhin sind über 200 manuelle Brandmelder, die durch jeden Patienten, Besucher oder Mitarbeiter im Notfall betätigt werden können, auf diese Anlage geschaltet.  Unsere Brandmeldeanlage ist direkt mit der Feuerwehrleitstelle verbunden, das heißt: Sobald ein Alarm ausgelöst wurde, rückt die Feuerwehr aus. Selbst wenn wir direkt bemerken, dass es ein Fehlalarm ist – die Feuerwehr kommt trotzdem und ist ungefähr binnen 3-5 Minuten vor Ort. Zudem hängen im Haus ca. 500 Feuerlöscher, Flucht- und Rettungspläne erleichtern die Orientierung im Gefahrfall. Brandschutztüren verhindern außerdem die Verbreitung von Brand und Rauch.

Redaktion: Das Prosper-Hospital verfügt zusätzlich über einen Feuerwehraufzug. Was ist das genau?

Piechnik: Im Brandfall dürfen keine Aufzüge genutzt werden. Unser Feuerwehraufzug ist da eine Ausnahme – und wie der Name schon sagt, darf ihn ausschließlich die Feuerwehr nutzen. Ein Feuerwehraufzug muss bestimmten DIN-Normen entsprechen, benötigt eine spezielle Auskleidung und muss in einem eigenständigen Schacht angesiedelt sein. Der Feuerwehraufzug ist unabhängig von allen anderen Aufzügen und befindet sich auch nicht innerhalb des Hauses, sondern außen an der Nord-Balkonseite. Der Feuerwehr ist es dadurch möglich, ohne Treppenhausnutzung, auf alle Stationen zu gelangen und Menschen zu retten oder Stationen zu evakuieren. Außerdem können die Rettungskräfte ihr Material über diesen Weg transportieren. Der Feuerwehraufzug wird nur im Notfall benutzt – regelmäßig wird das auch geübt.

Redaktion: Wie ist das Personal auf den Ernstfall „Brand“ vorbereitet?

Piechnik: Unsere Mitarbeiter nehmen regelmäßig an Brandschutzunterweisungen teil, so dass sie genau wissen, was zu tun ist und das Haus ggf. in Brandabschnitten evakuieren können. Zusätzlich besteht für das Prosper-Hospital ein Katastrophenalarm- und –einsatzplan, den wir unter Mitarbeit der Feuerwehr erstellt haben. In ihm ist festgelegt, wer im Ernstfall wann und wie informiert werden muss. Außerdem sind wichtige Aufgaben festgelegt, wie zum Beispiel die Einweisung von Rettungsfahrzeugen, die Alarmierung von dienstfreiem Personal oder die Organisation von zusätzlichen Betten. Dieser Plan ist unter Beteiligung der Feuerwehr bei einer Großübung getestet worden. Falls bauliche, organisatorische oder personelle Änderungen vorgenommen werden, wird der Plan angepasst. Einzusehen ist dieser Plan, ebenso wie weitere Informationen zum Thema Brandschutz, im hausinternen Intranet.

Redaktion: Vielen Dank für das Gespräch!