Der Patient als Partner des Arztes  

Sie helfen mit bei Ihrer Behandlung

Zur Wiederherstellung Ihrer Gesundheit können Sie beitragen, indem Sie die entsprechenden Anordnungen der Ärzte und des Pflegepersonals befolgen. Damit Sie das können, ist es für Sie wesentlich zu wissen, warum Sie bestimmte Dinge tun oder unterlassen sollen und zu welchem Zweck die Anordnungen gegeben werden. Dazu ist eine wichtige Voraussetzung, dass Sie wissen, an welcher Krankheit Sie erkrankt sind oder welche Untersuchungen vorgenommen werden, um zu einer genauen Diagnose zu kommen. Sie müssen aber selbstverständlich auch wissen, welche Maßnahmen ergriffen werden, um Ihre Krankheit wirkungsvoll zu behandeln. Darauf haben Sie sogar einen Rechtsanspruch.  

Operations-Einverständnis

Jeder größere ärztliche Eingriff (z. B. Operationen, Punktionen) kann in der Regel nur nach ausdrücklicher Genehmigung des Patienten durchgeführt werden. Der Arzt ist also verpflichetet, vor solchen Eingriffen, die Zustimmung des Patienten einzuholen. Damit Sie diese geben können, müssen Sie wissen, warum ein bestimmter Eingriff gemacht werden soll und mit welchen Folgen oder Nebenwirkungen Sie gegebenenfalls rechnen müssen. Darüber klärt Sie Ihr Arzt auf. Sollten Sie etwas nicht verstanden haben, fragen Sie ruhig noch einmal nach und bitten den Arzt um eine ausführliche Erklärung.   Visite Die Visite ist auch dazu da, dass Sie Ihre Fragen stellen können. Machen Sie also von dieser Gelegenheit Gebrauch. Bei besonders privaten Fragen können Sie Ihren Arzt um ein persönliches Gespräch unter vier Augen bitten.  

Ihre Hilfe ist wichtig für den Erfolg der Behandlung!  

Alles sagen heißt zum Beispiel:

  • welche Beschwerden Sie haben
  • ob Sie Schmerzen haben
    • wo (z. B. begrenzt, ausstrahlend, wandernd)
    • wie (z. B. stechend, bohrend, krampfartig)
    • wie stark
    • wann (z. B. dauernd, nach dem Essen, nachts, morgens usw.)
    • wie es angefangen hat
  •  wie Sie sich fühlen (z. B. hoffnungsvoll oder hoffnungslos, niedergeschlagen oder zuversichtlich, schwach, müde, ängstlich usw.)
  • wie Sie schlafen können (wie sie einschlafen, ob Sie während der Nacht aufwachen, für wie lange, ob Sie schlecht träumen usw.)
  • ob Ihnen das Essen schmeckt, ob es Ihnen bekommt und ob Sie etwas nicht vertragen können
  • wie die Medikamente wirken und von Ihnen vertragen werden 
  • wie die Verdauung ist und wie es mit dem Wasserlassen geht 
  • ob Sie sich über etwas Sorgen machen (z. B. über die Familie, über die Arbeit, über finanzielle Angelegenheiten usw.)
  • ob Sie hier irgendetwas besonders belastet (z. B. Wartezeiten, Mitpatienten, Art der Behandlung usw.)
  • ob Sie sich über irgendetwas oder irgendjemand ärgern müssen   Alles fragen heißt zum Beispiel:
  • welche Bezeichnung hat Ihre Krankheit?
  • Wie ist die Krankheit entstanden?
  • Welche Untersuchungen werden durchgeführt, um genau zu wissen, welche Krankheit Sie haben?
  • Wie behandeln die Ärzte Ihre Krankheit?
  • Welche Medikamente werden Ihnen verordnet?
  • Welche Eingriffe (z. B. Operationen, diagnostische Spiegelungen) werden durchgeführt?
  • Welche Nebenwirkungen und Folgen können mit den Untersuchungen und Behandlungen verbunden sein?
  • Gibt es Risiken und wie hoch sind diese?
  • Sind andere Untersuchungen und Behandlungen möglich?
  • Wie lange werden Sie voraussichtlich im Krankenhaus bleiben müssen?
  • Welche Folgen der Krankheit können evtl. zurückbleiben?
  • Wie wird sich die Weiterbehandlung gestalten?