Medizin mit Durchblick

Egal ob ein gebrochener Fuß, ein Schlaganfall oder eine Krebserkrankung – alle Patienten, die ins Prosper-Hospital kommen, benötigen zunächst eine genaue Diagnose, damit eine gezielte Behandlung eingeleitet werden kann.

Für die bildgebende Diagnostik ist die Abteilung für Radiologie zuständig. Speziell ausgebildete Fachärzte unterstützt von medizinisch-technischem Fachpersonal führen hier mit hochmodernen Geräten die radiologischen Untersuchungen durch. Hierzu zählen Röntgenaufnahmen einschließlich Kontrastmitteluntersuchungen, Mammographie, Angiographie, Computertomographie, Magnetresonanz-Tomographie und Nuklearmedizin.

„In unserer Abteilung wird so gut wie jeder Patient untersucht, der im Prosper-Hospital ambulant oder stationär behandelt wird, außer Patientinnen der Geburtshilfe. Dabei arbeiten wir für alle Fachabteilungen und müssen uns natürlich in allen Bereichen der Diagnostik auskennen“, erklärt Dr. med. Franz-Josef Kurth, Chefarzt der Abteilung für Radiologie und Nuklearmedizin im Prosper-Hospital.

Insgesamt werden in der Abteilung für Radiologie mehr als 50.000 Untersuchungen im Jahr durchgeführt. „Wir geben unsere Befunde dann in täglichen Röntgenbesprechungen an die entsprechenden Fachabteilungen weiter und diskutieren dabei mit den Kollegen über den weiteren Behandlungsverlauf oder eventuell erforderliche weitere diagnostische Schritte“. Zusätzlich können die Ergebnisse über ein IT-System von allen berechtigten Ärzten eingesehen werden.

Neben der Diagnostik können die Radiologen aber auch mithilfe von bildgebenden Verfahren minimal-invasive Eingriffe vornehmen, die dem Patienten größere Eingriffe ersparen können. Diese „Interventionelle Radiologie“ nimmt in den letzten Jahren deutlich zu. Ein Beispiel hierfür ist die interventionelle Therapie bei Durchblutungsstörungen, siehe Artikel „Wenn das Blut nicht fließen kann …“ in diesem Heft. Außerdem können zum Beispiel computertomographisch gesteuerte Biopsien durchgeführt, Drainagen gelegt und Schmerzbehandlungen durchgeführt werden. Zusätzlich gibt es Verfahren, in denen Chirurgen und Radiologen während einer Operation Hand in Hand arbeiten, zum Beispiel bei der Behandlung des Bauchaorten-Aneurysmas, einer lebensgefährlichen Erweiterung der Hauptschlagader im Bauchraum.

„Die medizinische Entwicklung in der Radiologie ist rasant und so werden wir auch in den nächsten Jahren viele Fortschritte vor allem in der interventionellen Radiologie erleben. Die Zeiten in denen der Radiologe einsam mit seinen Röntgenbildern in abgedunkelten Räumen saß, sind endgültig vorbei. Unsere Aufgaben sind sehr abwechslungsreich. In vielen Fällen haben wir auch eine Vermittlerfunktion: nicht selten wird erst mit dem Ergebnis der radiologischen Diagnostik klar, in welcher Fachabteilung die weitere Behandlung erfolgen soll “, so Kurth. „Schön ist dabei, dass das Ziel aller Kollegen im Prosper-Hospital eine gemeinsame Linie mit dem bestmöglichen Ergebnis für den Patienten ist.“


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