Behandlung von Klein und Groß

 

Im Prosper-Hospital werden ganz viele Erwachsene behandelt. Leider kommt es aber auch vor, dass schon Kinder ins Krankenhaus müssen. Was viele Leute gar nicht wissen: Im Prosper-Hospital gibt es eine  Station, die extra für Kinder ist und auf der Krankenschwestern arbeiten, die speziell für die Behandlung von Kindern ausgebildet sind.

Elvira Rose ist eine von den rund zehn Kinderkrankenschwestern und schon seit mehr als 20 Jahren auf der Kinderstation im Prosper-Hospital. „Als ich damals hier angefangen habe, hatten die Patientenzimmer noch keine Fernseher und so trafen sich alle kleinen Patienten regelmäßig in unserem ‚Spielzimmer‘“, erklärt die 48-jährige. Das Spielzimmer gibt es auch heute noch auf der Station 3, mittlerweile sind aber die Patientenzimmer alle mit Fernsehern ausgestattet. Die Eltern der kleinen Patienten sind jederzeit willkommen. „Sie können auch mitten in der Nacht kommen, falls es ihren Kindern schlecht geht“, sagt Schwester Elvira in einem warmen Ton.  Bei Kindern bis zu 10 Jahren (manchmal auch bei älteren) bekommen die Eltern ein Bett und Essen vom Prosper-Hospital gestellt, damit sie ihre Kinder nicht allein zurücklassen müssen.

Damit die Kinderstation auch kindgerecht ist, hängen bunte Bilder an den Wänden und die Betten der Kinder sind etwas kleiner als die der Erwachsenen. Und auch die Behandlung ist kindgerecht: „Wenn zum Beispiel Blut abgenommen werden muss, haben wir ein Zauberpflaster – dann merkst du von dem kleinen „Piks“ gar nichts mehr. Falls du operiert werden musst, gibt es einen Saft, der nach Himbeere schmeckt. Er macht dich etwas ruhiger. Und wenn du nachher wieder aufwachst, dann kannst du uns an unterschiedlichen Smileys zeigen, ob dir gerade zum Lachen oder eher zum Weinen zumute ist.“ Schwester Elvira weiß nämlich, dass Kinder oft noch nicht so gut sagen können, wenn ihnen etwas weh tut. „Wichtig ist bei uns, dass es keine dummen Fragen gibt. Du und deine Eltern dürfen alles fragen, was euch interessiert. Wenn bei dir eine Untersuchung gemacht werden muss, dann erklären wir dir vorher ganz genau, was auf dich zukommt.“ Die erfahrene Kinderkrankenschwester versucht den Kindern in jeder Situation gute Gedanken zu machen: „Auf dem Weg in den OP reden wir über ganz viele interessante Sachen. Vielleicht über ein Hobby von dir. Du kannst dir zum Beispiel vorstellen, dass du gleich bei deiner Lieblingsfußballmannschaft mitspielen darfst – und mit etwas Glück, träumst du während deiner Narkose wirklich davon.“

Sobald alles gut überstanden ist, gibt es im Prosper-Hospital auch noch ein paar Dinge zu erleben: „Wenn der Arzt es dir erlaubt, kannst du in unserem Park das Damwild und die Enten besuchen gehen, natürlich nur, wenn deine Eltern dabei sind. Wenn deine Eltern nicht die ganze Zeit bei dir sein können, kannst du mit anderen Kindern im Spielzimmer spielen oder einfach ein Bild malen. Darüber freuen meine Kollegen und ich uns immer.“ Und das meint Schwester Elvira ernst. Sie zeigt mir eine große Wand, an der viele, bunte Kinderbilder hängen.

„Am besten ist natürlich, wenn du erst gar nicht zu uns kommen musst, weil du gesund bist. Wenn es aber doch mal sein muss, dann überstehen wir die Zeit hier gemeinsam. Wir machen sie uns so schön, wie es nur eben geht.“ Elvira Rose lacht und freut sich schon jetzt auf das nächste Leuchten in den Kinderaugen, sobald das Schlimmste überstanden ist und die Kinder wieder nach Hause gehen.