Geschichte des Prosper-Hospitals

Am 23. Juni 1848 rief Herzog Prosper Ludwig von Arenberg eine Stiftung zur Errichtung und Führung eines Krankenhauses in Recklinghausen ins Leben. Er reagierte damit auf die Wünsche der Bürger, die durch Dr. Franz Schneider und Adolf Wicking zwei Bittschriften an ihn gerichtet hatten. Ein Jahr nach Gründung der Stiftung nahm das später nach seinem Stifter benannte Haus seinen Betrieb auf. Es wurde von zwei Clemensschwestern aus Münster betreut. 1851 zog das unter der Obhut Kaplan Kemnas stehende Prosper-Hospital in sein erstes eigenes Gebäude ein. Zuvor hatte man es zwei Jahre lang provisorisch in einem gemieteten Haus in der Innenstadt untergebracht.

Mit dem Einzug des Kohlebergbaus in Recklinghausen wurde das Prosper-Hospital zu klein. Es wurde daher seit 1889 immer wieder erweitert. 1927 wurde mit dem Bau eines neuen Prosper-Hospitals an der Hohenzollernstraße begonnen. Das Bauland dafür hatte Herzog Engelbert Maria von Arenberg, der Enkel des Krankenhausstifters, geschenkt. Weltwirtschaftskrise, Nationalsozialismus und der Zweite Weltkrieg verzögerten den Bau des Hauses jedoch. Es konnte erst 1944 - und auch dann nur sehr viel kleiner als ursprünglich geplant - bezogen werden.
Bis 1980 verteilten sich daher die Abteilungen und Stationen des Krankenhauses auf zwei Häuser: das "Alte" und das "Neue Prosper". Ende der 60er Jahre wurde vom Vorstand der Beschluss gefasst, der technischen und wirtschaftlichen Überalterung des Hauses Rechnung zu tragen und einen Neubau des Hauses anzustreben. Im Sommer 1969 wurde ein neues Haus vom Land NRW als Planungsziel festgelegt. Ende 1973 wurde mit den Bauten begonnen, die 1979 abgeschlossen wurden. 1980 zog das Prosper-Hospital schließlich in das neue Haus an der Mühlenstraße ein, das zurzeit 530 Betten und zwölf medizinische Fachabteilungen besitzt. Pro Jahr werden hier durchschnittlich 17.000 Patienten stationär betreut. 1.270 Mitarbeiter arbeiten im Hause, das eine Nutzfläche von 39.157 m² und einen umbauten Raum von 177.000 m³ aufweist.