Guter Schlaf in sicheren Händen

Die Narkose ermöglicht heute viele Eingriffe

Bei einer Narkose, wir sprechen im Folgenden von der Form der Allgemeinanästhesie oder „Vollnarkose“, wird unser Schmerzempfinden komplett ausgeschaltet, gleichzeitig sind wir nicht bei Bewusstsein und befinden uns in einem schlafähnlichen Zustand.

 

Bevor ein Patient in Narkose versetzt wird, erfasst der Anästhesist, der Facharzt für diesen Bereich, Angaben des Patienten zum Gesundheitszustand, zum Alter, zur Fitness, zu Vorerkrankungen und eingenommenen Medikamenten.

 

Die Allgemeinanästhesie wird mit bis zu drei verschiedenen Medikamenten begonnen, welche der Anästhesist über eine Vene an Unterarm oder Handrücken spritzt. Weil die Medikamente auch die Atemmuskulatur beeinträchtigen, müssen alle Patienten in Vollnarkose beatmet werden. Bei kürzeren Eingriffen funktioniert das über eine Kehlkopfmaske, bei längeren Eingriffen wird ein Beatmungsschlauch, ein sogenannter Tubus, in die Luftröhre des Patienten eingeführt. Bei dem letztgenannten Verfahren muss die Muskulatur des Patienten völlig entspannt sein, weswegen zusätzlich muskelentspannende Medikamente gespritzt werden. Von der Einleitung der Narkose bis zum Ende der Operation beobachtet der Anästhesist die Vitalfunktionen des Patienten. Außerdem kontrolliert er die Zusammensetzung der Narkosegase und passt diese gegebenenfalls an. So kann er bei möglichen Komplikationen schnell reagieren oder den Tiefschlaf beenden und so den Patienten wieder erwecken. Bevor der Patient aufwacht, zieht der Anästhesist den Beatmungsschlauch. Typischerweise kommt es dem Patienten nach dem Erwachen so vor, als wenn er gerade erst eingeschlafen wäre und keine Zeit vergangen ist.

 

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Narkose immer weiter entwickelt und kann heute individuell auf den Patienten abgestimmt werden. Dadurch sind auch die Nebenwirkungen deutlich weniger geworden.<xml></xml>