Leistungsspektrum

Embolisation

Künstlich erzeugte Gefäßverschlüsse

Bei der Embolisation werden über einen Katheter bzw. über ein gezieltes Einstechen einer Nadel (Punktion) aushärtende Flüssigkeiten, kleine Metallspiralen oder Kunststoffpartikel in das vorgesehene Gefäß gespritzt und somit ein Verschluss erzeugt. Die Eingriffe sind minimalinvasiv und daher schonend für die Patienten. In einigen Fällen können sie direkt heilen, in anderen Fällen schafft die Embolisation eine bessere Voraussetzung für eine anstehende Operation.

Notfallembolistaion

Bei einer Notfallembolisation können lebensbedrohliche Blutungen in der Lunge, im Becken oder Darm gestoppt werden.

Chemoembolisation

Zum Beispiel bei Lebermetastasen oder einem bösartigen lebereigenen Tumor lässt man durch den Verschluss der Gefäße den Tumor quasi verhungern. Ohne Blutzufuhr und Nährstoffe kann er im Wachstum gehemmt oder zurückgedrängt werden. Zusätzlich gibt man hierbei lokal auch eine Chemotherapie. Durch die lokale Gabe werden die Nebenwirkungen auf den Körper deutlich verringert.

Uterus-Arterien-Embolisation

Bei Myomen in der Gebärmutter, das sind gutartige Tumore, kann ebenfalls das Verfahren der Embolisation angewendet werden. Bisher ist hier in den meisten Fällen noch die Entfernung der Gebärmutter das Mittel der Wahl. Durch Verschluss der Arterien mit kleinen Kunststoffkügelchen werden die Tumore nicht mehr durchblutet und das abgestorbene Gewebe wird innerhalb von mehreren Monaten vom Körper abgebaut. Myome sind besser durchblutet als das restliche Gebärmuttergewebe. Die Kunststoffkügelchen, die in die Arterien gespritzt werden, sind so groß, dass sie nur die großen tumorversorgenden Gefäße verstopfen und nicht die gesamte Blutzufuhr zur Gebärmutter hemmen. So kann diese erhalten bleiben.

Prostata-Embolisation

Bei einer gutartig vergrößerten Prostata (benigne Prostatahyperplasie, BPH) kann ebenfalls eine Embolisation vorgenommen werden. Die Embolisation ist auch in diesem Bereich deutlich schonender als zum Beispiel die Alternativmethode der Schälung. Auch hier werden die sehr feinen versorgenden Gefäße mithilfe von kleinen Kunststoffkügelchen (Partikeln) verstopft, so dass das Gewebe im Laufe der Zeit abstirbt und es zu einer Schrumpfung des Organs insbesondere in den zentralen Anteilen um die Harnröhre kommt. In einem Zeitraum von sechs Wochen bis drei Monaten spüren die meisten Patienten einen deutlichen Symptomrückgang und eine subjektiv verbesserte Lebensqualität.

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Katheterverfahren

Diabetisches Fußsyndrom

Beim diabetischen Fußsyndrom können Wunden und Verletzungen an den Füßen auftreten, die nur schwer heilen. Gründe hierfür sind Kalkablagerungen in den Gefäßen und Beeinträchtigungen der körperfernen Nervenenden. Um schwerwiegende Entzündungen und eine drohende Amputation zu verhindern, müssen entsprechende Maßnahmen ergriffen werden. Mithilfe eines Katheters, der über die Leiste eingeführt wird, können mit Ballonkatheters Gefäße geweitet oder Gefäßprothesen (Stents) in erkrankte Gefäßabschnitte eingesetzt werden, die durch Ablagerungen verschlossen sind und so wieder durchlässig gemacht werden.

Periphere arterielle Verschlusskrankheit

Bei einer paVk kommt es zum Beispiel durch Bluthochdruck, Nikotin und Bewegungsmangel im Laufe der Jahre zu Verkalkungen in den Arterien der Beine, seltener auch der Arme. In der Folge kommt es zu Engstellen und Verschlüssen der Gefäße, so dass die Durchblutung der Gliedmaße nicht mehr ausreichend gewährleistet ist und im Endstadium der Erkrankungen die Gefahr der Amputation besteht. Aber schon viel früher können starke Beschwerden beim Gehen auftreten, die die Mobilität und somit die Lebensqualität stark einschränken (Schaufensterkrankheit). Außerdem kann die paVk auch Vorbote eines Herzinfarktes sein. Deswegen wird auch hier Mithilfe eines Katheters, der in das betroffene Gefäß eingeführt wird, ein Ballon eingeführt und meist auch eine Gefäßprothese aus einem Drahtgeflecht (Stent) gesetzt, um so die Durchblutung wieder zu verbessern.

Interventionelle Thrombektomie

Auch akute Verschlüsse der Beinschlagader, ähnlich wie bei einem Schlaganfall im Gehirn, können minimalinvasiv mittels interventioneller Thrombektomie behandelt werden. Dabei wird mithilfe eines sehr kleinen Katheters der Thrombus aus den betroffenen Gefäßen entfernt, um die Durchblutung des Beines wieder herzustellen. Eine Methode, die nicht in jedem Fall Anwendung finden kann, allerdings bei entsprechender Indikation erfolgsversprechend ist.

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Transjugulärer portosystemischer Shunt (TIPS)

Bei einer Leberzirrhose vernarbt das Lebergewebe immer mehr, sodass die Gefäße sich verengen und somit nicht mehr die nötige Menge Blut durch das Organ transportieren. Infolge dessen erhöht sich der Druck in der Pfortader, die zur Leber hinführt. Durch einen solchen Hochdruck und den mangelnden Bluttransport suchen sich die Gefäße alternative Wege, wodurch es zu Krampfadern (Varizen) in der Speiseröhre mit heftigen Blutungen kommen kann. Auch eine Bauchwassersucht (Aszites), bei der die Nieren Wasser und Kochsalz nicht mehr richtig ausscheiden können, kann die Folge sein. Beim Setzen eines TIPS wird dann eine Verbindung zwischen der Pfortader und den ableitenden Lebervenen geschaffen, so dass nur noch ein Teil der eigentlichen Blutmenge durch die Lebergefäße fließen muss und der andere Teil direkt abgeleitet wird. Dadurch kann der Druck in der Pfortader gesenkt und Folgeerscheinungen zeitweise oder dauerhaft minimiert werden.

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Mikrowellenablation

Bei Metastasen oder inoperablen Tumoren kann die Mikrowellenablation eingesetzt werden, um Tumorgewebe zu zerstören und damit zu verkleinern. Mit speziellen Sonden, die minimalinvasiv gesetzt werden können, wird Mikrowellenenergie an das Gewebe abgegeben, die Hitze erzeugt und das Tumorgewebe von innen nach außen quasi verkochen lässt. Das Verfahren erzeugt kaum Schmerzen, weswegen Vollnarkose nicht routinemäßig notwendig ist. Die Mikrowellenablation wird vor allem bei Tumoren der Leber, Niere und Lunge angewendet.  

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Röntgendiagnostik

Durchgeführt wird das komplette Spektrum der Röntgendiagnostik des Skelett-Systems, der Organe des Brustkorbes und des Bauchraumes einschließlich Mammographie und Kontrastmitteluntersuchungen des Magendarmtraktes, der Nieren und Harnwege sowie der Blutgefäße (Angiographie).

Für diese Untersuchungen stehen moderne Röntgen-Arbeitsplätze, ein Mammographiesystem und eine digitale Angiographieeinheit (DSA) zur Verfügung. Gearbeitet wird ausschließlich mit strahlensparender digitaler Aufnahmetechnik.  

 

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Interventionelle Radiologie

Unter Interventioneller Radiologie versteht man die Durchführung minimal-invasiver Eingriffe, gesteuert durch radiologische Bildgebung. So können wir computertomographisch gesteuert Gewebeproben aus erkrankten Organen zu diagnostischen Zwecken entnehmen.

Zur Unterscheidung zwischen gutartigen und bösartigen Erkrankungen der weiblichen Brust setzen wir die Gewebeentnahme mit stereotaktisch-mammographischer Vakuumbiopsie ein (Fischer-Tisch).

Auch zahlreiche therapeutische Eingriffe sind Routine:

Z. B. CT . gesteuerte Schmerzbehandlungen im Bereich der Wirbelsäule (PRT) oder die angiographisch kontrollierte Aufweitung von verengten oder verschlossenen Arterien (PTA) einschließlich Stent-Implantationen.

Chefarzt und Oberärzte sind für Interventionelle Radiologie von der Deutschen Röntgengesellschaft und Deutschen Gesellschaft für Interventionelle Radiologie zertifiziert (DEGIR-Stufe II).

 

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Computertomographie

Die Computertomographie erstellt in kurzer Zeit und auf schonende Weise hochauflösende Schichtaufnahmen des Körperinneren, was für die Erkennung von Krankheiten, aber auch für die vorbeschriebenen minimal-invasiven Eingriffe genutzt wird. Dafür steht ein 64-Zeilen-Computertomograph der neuesten Generation zur Verfügung.

 

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Magnetresonanztomographie

Die Magnetresonanztomographie ist ein weiteres Schnittbildverfahren, das auf der Anwendung von Magnetfeld und Radiowellen basiert, somit auf Röntgenstrahlung vollständig verzichten kann. Die Stärke der magnetresonanztomographischen Diagnostik liegt in dem ausgezeichneten Weichteilkontrast, der insbesondere im Bereich des zentralen Nervensystems, der Gelenke und der Bauchorgane wichtige diagnostische Einblicke gewährt. Hier können auch Gefäßuntersuchungen (MR-Angiographie) und Spezialuntersuchungen der weiblichen Brust (MR-Mammographie) durchgeführt werden.

 

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Nuklearmedizin

Hier werden vornehmlich szintigraphische Untersuchungen des Skelettsystems, der Lungen, der Schilddrüse und der Nierenfunktion durchgeführt. Zudem erfolgt zur Vorbereitung der minimal-invasiven Chirurgie des Brustkrebses vor der Operation eine nuklearmedizinische Markierung der beteiligten Lymphwege.

 

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Kooperation

Die radiologische Abteilung ist Leistungserbringer für sämtliche medizinische Abteilungen des Hauses, was eine enge Zusammenarbeit erfordert. Dies wird unterstützt durch das im Jahre 2008 eingerichtete digitale Bildspeicher- und Kommunikationssystem (PACS). Dadurch stehen die angefertigten Röntgenaufnahmen etc. unmittelbar nach Bendigung der Untersuchung über das hausinterne Netzwerk den weiterbehandelnden Ärzten zur Verfügung.
In Ergänzung zur schriftlichen Befundübermittlung finden tägliche Besprechungen mit den verschiedenen Fachabteilungen statt, so dass ein rascher Informationsfluss gewährleistet ist.

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