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23.05.2017 09:30 Alter: 92 days
Kategorie: Prosper

LOGOPÄDIE: „Use it or lose it!“

Spezialisierung des Teams geht voran


Das Team der Logopädie freut sich über zwei neue Fachtherapeuten im Team. Martina Wittich und Julia Pell haben jeweils über ein Jahr an ihren Abschlüssen gearbeitet. Martina Wittich darf sich nun „Kognitive Trainerin nach Stengel“ nennen. Julia Pell ist „Fachtherapeutin für Dysphagie“.

 

Martina Wittich wird sich in Zukunft in Einzel- und Gruppentherapien mit den Themen Kognition und Denkflexibilität beschäftigen. „Erwiesenermaßen kann die Therapie nach Stengel bei neurologischen Patienten, Suchterkrankungen und Rheumapatienten zu Therapieerfolgen führen. Entsprechende fremdevaluierte Studien haben dies bestätigt“, erklärt Wittich. Dabei geht es nicht darum bei den Patienten Wissen abzufragen, sondern gemeinsam in der Gruppe auf die Lösung zu kommen. Durch den speziellen pädagogischen Ansatz mit der zielgerichteten Methodik der Übungsauswahl ermöglicht Stengel ein angepasstes Training von Hirnfunktionen wie beispielsweise Gedächtnis, Merkfähigkeit, Wahrnehmung und Konzentration.  „Der Aha-Effekt, der dabei entsteht sorgt dafür, dass die Patienten sich die besprochenen Themen unter anderem auch durch Memotechniken besser merken können. Das Schöne ist, dass ich einfach eine neue Herangehensweise gelernt habe und ich die Erfolge bei den Patienten sehen kann.“ Wer sein Gedächtnis auf diese Weise schult, verliert weniger geistige Kompetenz. Deswegen lautet das Motto: Use it or lose it!

 

Julia Pell hat sich in ihrer Weiterbildung mit den so genannten Schluckstörungen beschäftigt. Auf dem Lehrplan standen unter anderem die klinische Diagnostik, Anatomie und Neurologie sowie die möglichen Therapieverfahren. Mit einer Abschlussarbeit und einem Vortrag hat sie den Fachtherapeuten erfolgreich abgeschlossen. „Im Bereich der Geriatrie, der HNO und der Intensivstation kommt es besonders häufig zu Schluckstörungen bei den Patienten“, erklärt Pell. Ein Symptom, was in der Diagnostik und Therapie nicht vernachlässigt werden sollte. „Menschen, die zum Beispiel durch einen Schlaganfall oder einen Tumor Beeinträchtigungen beim  Schlucken  haben, sind gefährdet an einer lebensgefährlichen Aspirationspneumonie zu erkranken. Hierzu kommt es, wenn zum Beispiel durch Verschlucken Speisebrei in die Lunge gelangt.“ Deswegen ist eine kompetente und gewissenhafte Therapie dieser Patienten besonders wichtig. „Ich freue mich nun besonders darauf, auch den Kollegen auf den Stationen das Wissen bezüglich der Thematik Dysphagie näher zu bringen und dadurch noch mehr Verständnis für die Wichtigkeit unserer Therapie zu erlangen.“

 

Aber nicht nur Julia Pell und Martina Wittich, sondern auch Abteilungsleiterin Christiane Frevel sind besonders froh über die neue Spezialisierung im Team. „Ich merke, dass beide Kolleginnen gestärkt aus ihren Weiterbildungen zurückgekommen sind. Sie können ihr Wissen und ihre Meinung den anderen Fachbereichen gegenüber besser vertreten und fachlich belegen. Das ist insbesondere für unsere Patienten ein enormer Vorteil.“ Neben Martina Wittich und Julia Pell sind weitere Kollegen aus dem Logopädie-Team spezialisiert bzw. arbeiten daran: Christoffer Döing ist „Fachtherapeut Stimme“, Christiane Frevel schließt 2018 den „Fachtherapeut Geriatrie“ ab und Antje Tombrink beginnt den „Fachtherapeuten Kindersprache“.  „Damit zeigen wir, dass wir uns weiterbilden und uns die fundierte, professionelle Diagnostik und Therapie der Patienten  am Herzen liegt“, so Frevel.