Operationen von Tumoren in Mundhöhle und Schlund

Das operative Vorgehen bei Tumoren in diesem Bereich (s.Abb), und auch generell, ist abhängig davon, ob es sich um einen gutartigen oder bösartigen Tumor handelt. Daher ist vor dem vollständigen Entfernen des Tumors vorher eine histologische (feingewebliche) Sicherung erforderlich. Im Unterschied zu gutartigen Tumoren muss bei bösartigen Tumoren ein gewisser Sicherheitsabstand bei der angestrebten Entfernung eingehalten werden.

Zur Entfernung von Tumoren in diesem Bereich stehen dem Operateur verschiedene Varianten zur  Verfügung. Zum einen kann die Entfernung mit Hilfe einer Schere oder Skalpell erfolgen. Zum anderen wird in diesem Bereich auch die Lasertechnik, Radiofrequenztechnik oder computerassistierte Chirurgie verwendet.  Welche dieser Varianten verwendet wird, ist abhängig von der Lokalisation, Ausdehnung oder auch der Histologie. Während keine Schleimhautwunden ohne weitere Maßnahmen verheilen, muss nach Entfernung größerer Tumoren der Verschluss der Wunde erfolgen. Angestrebt wird ein primärer (=direkter) Verschluss. Wenn dieses auf Grund der Größe nicht  möglich ist und es daher zu funktionellen Einbußen z.B. des Sprechens oder Schluckens kommt, wird hier ein Gewebetransplantat eingebracht (s. lokale und plastische Wiederherstellungschirurgie im Mund, Schlund und Kehlkopf). Gegebenenfalls folgt auf die chirurgische Therapie eine Mitbehandlung durch die Logopäden, um Sprache oder Schluckakt wieder zu trainieren.