Plastische Mamma-Operationen

Das Schönheitsbild unserer Gesellschaftzeigt uns täglich schlanke und sportliche Figuren. Gleichzeitig boomen in den Medien Fitnessthemen. Wer hier mit seinem Körper nicht mithalten kann, sucht verzweifelt nach Lösungen. Doch häufig scheinen Diäten und Sport nicht mehr zu helfen oder zu anstrengend zu sein. Eine Methode, die als schnell und wirkungsvoll gilt und dadurch besonders attraktiv aussieht, ist die „Schönheits-Operation“. Immer mehr Menschen greifen zu dieser augenscheinlich bequemen Methode. Gerade plastische Operationen der Brust nehmen immer mehr zu.  

In den letzten Jahren haben kosmetische Operationen Hochkonjunktur. Dieser Tatsache mögen verschiedene Ursachen zugrunde liegen.

Der sogenannte „makellose“ Körper mag hier die Wunschvorstellung sein. Sicherlich haben die operativen Möglichkeiten in den letzten Jahren dazu geführt, dass kosmetisch sehr ansprechende Veränderungen möglich geworden sind. Dennoch darf nicht vergessen werden, dass es sich hier um operative Eingriffe handelt, die zum Teil auch sehr schwerwiegende Folgen haben können.

Eine der an der Brust am häufigsten durchgeführten Operationen ist die Brustvergrößerung.

Hier wird von der Achselhöhle aus hinter der Brustdrüse ein Kunststoffkissen implantiert.

Dieses ist gewöhnlich mit einem gelhaltigen Material gefüllt, um möglichst eine natürliche Brustform zu erhalten. Durch Veränderungen der  Prothesenoberfläche konnte in den letzten Jahren die Gefahr einer Schrumpfung und damit ungünstigen Verformungen der Brust (v. a. Kapselbildung) deutlich minimiert werden. Dieses Risiko liegt heute bei fünf bis sieben Prozent.

Der andere Bereich der plastischen Brustoperationen betrifft die Brustverkleinerung. Hier muss zwischen der Hautstraffung und einer direkten Gewebereduktion unterschieden werden. In beiden Fällen wird durch spezielle Schnittführung und Nahttechnik ein kosmetisch gutes Ergebnis erzielt.

In der Regel wird die Brustdrüse nur verlagert, so dass die Stillfähigkeit erhalten bleibt. Nur bei sehr großen Brustformen muss die Brustwarze verpflanzt werden. Dann kann die Stillfähigkeit nicht erhalten bleiben. Durch die Brustreduktion, insbesondere bei großen Brustformen, können Fehlhaltungen und belastungsabhängige Verspannungen im Hals- und Nackenbereich entgegengewirkt werden.

Die Risiken der Operation liegen in einer Wundheilungsstörung, die jedoch bei den hochsterilen Eingriffen sehr selten zu beobachten ist.

Grundsätzlich sollte die Entscheidung zu einer derartigen Operation sehr gut abgewogen werden und in jedem Falle erst nach Abschluss des Wachstums durchgeführt werden.

Bei der Wahl des Operateurs, sollte man darauf achten, dass dieser Erfahrung auf dem Gebiet der Mamma- bzw. Thoraxchirurgie besitzt.