Aus Fehlern lernen – Risikominimierung im Prosper-Hospital

Wo Menschen arbeiten, können Fehler auftreten. Diese Lebensweisheit sollte in der Behandlung von Patienten nicht zutreffen – „Null-Fehler-Toleranz“ muss das Ziel eines jeden Krankenhauses, und damit natürlich auch des Prosper-Hospitals, sein. Aus diesem Grund nutzt das größte Haus im Vest seit 2014 „riskop“ als Teil des Risikomanagements.

 

In dieses EDV-Programm können kritische Situationen  (sogenannte „kritische Ereignisse“ oder „Beinahe-Schäden“) von den Mitarbeitern des Hauses anonym und freiwillig eingegeben und so gemeldet werden. Ein Team von sechs bis acht Experten wertet diese Erfahrungen aus, ergreift Maßnahmen zur dauerhaften Ausschaltung von vergleichbaren Situationen und veröffentlicht diese hausintern.

 

Ziel des Systems ist es, Zwischenfälle und Erfahrungen von Mitarbeitern als Chance für Verbesserungen und für ein „Lernen anhand der Praxis“ zu verstehen. Die Erfahrung des einzelnen Mitarbeiters soll so eine hausweite und lebhafte Diskussion um Patientensicherheit auslösen, ohne dass gleich nach „einem Schuldigen“ gesucht wird.

 

„riskop“ ist dabei nur ein Element im Risikomanagement – und damit nur ein Teil eines großen Projekts. Denn die Daten werden nicht nur hausintern ausgewertet und diskutiert, sondern können auch einer externen Fachöffentlichkeit vorgestellt werden. Diese Vernetzung unter dem Schlagwort „Critical Incident Reporting System - CIRS“ ermöglicht es, auch von Erfahrungen anderer Einrichtungen zu profitieren.

 

„Wir wollen keine Fehler zweimal machen, sondern Patienten und Mitarbeiter schützen. Das System ergänzt damit optimal die bisherigen Sicherungssysteme“, erläutert Stephan David, der sich als Oberarzt im Qualitätsmanagement des Prosper-Hospitals für das Projekt verantwortlich zeichnet.