Steintherapie

Steine in den ableitenden Harnwegen kommen sehr häufig vor und können je nach Lage und Position zu sehr starken kolikartigen Schmerzen führen oder auch durch ein unangenehmes Druckgefühl in der Flanke auffallen. In seltenen Fällen kann es sogar zu schweren Infektionen kommen, die zu einer Blutvergiftung führen.

Die individuelle Diagnostik und Therapie von Patienten mit Nieren-, Harnleiter- oder Blasensteinen nimmt an unserer Klinik einen besonderen Stellenwert ein. Durch die große Erfahrung an unserer Klinik als einzige urologische Hauptabteilung in Recklinghausen und die Ausstattung mit modernster Technik können wir jedem Patienten eine für ihn optimierte Behandlung anbieten.

In Kooperation mit den radiologischen Kollegen im Hause verfügen wir über alle diagnostischen Möglichkeiten (digitales Röntgen, „low-dose“-CT mit 3D-Rekostruktion, Kernspintomographie der Nieren und Nierenfunktionsszintigraphie…). Wenn der Stein klein ist und günstig liegt, kann ein Spontanabgang abgewartet werden. Geht der Stein jedoch nicht ab, so ist zur Gewährung des regelhaften Urinflusses und zur Vermeidung von Infektionen ein interventionelles Vorgehen notwendig. In der operativen Behandlung von Steinen in den ableitenden Harnwegen führen wir fast ausschließlich minimal-invasive Therapieverfahren durch, wie z. B. die starre und flexible Harnleiterspiegelung mit Laserdesintegration des Steins (URS), Laserdesintegration von Nierensteinen durch die Haut (mini-PNL) oder auch die extrakorporale Stoßwellenlithotripsie (ESWL). Steine in der Harnblase behandeln wir ebenso fast immer minimal-invasiv mit einem Holmium-Laser der neuesten Generation. Nur sehr selten ist eine offene Steintherapie notwendig, so dass die meisten unserer Patienten bereits nach kurzer Zeit das Krankenhaus wieder verlassen können.

Damit Ihre Steine nicht neu entstehen, bieten wir Ihnen entsprechende Beratungsgespräche an. Bei den meisten Patienten ist eine allgemeine Vorbeugung (Metaphylaxe) für die Minimierung des Risikos eines Steinrezidivs ausreichend. Für einige wenige Patienten jedoch müssen weitere Untersuchungen (24h-Sammelurin, endokrinologische Untersuchung…) durchgeführt werden, um individuelle Therapievorschläge machen zu können oder sogar Medikamente für die Rezidivvermeidung zu verschreiben (spezielle Metaphylaxe).

Termine können jederzeit vereinbart werden. Für Patienten mit akuten Schmerzen sind wir 24h am Tag da.

 

Prof. Dr. med. Edwin Herrmann

Dr. med. Guido Bendl