Tipps für die Pflege zu Hause

Prosper-Hospital bietet Hausbesuche und Kurse für pflegende Angehörige an

Egal ob ein Schlaganfall oder eine schleichende chronische Erkrankung – viele Menschen haben Angehörige, die zu einem Pflegefall geworden sind. Entscheiden sich Familienmitglieder dazu, die Pflege zu Hause zu übernehmen, ist eine professionelle Unterstützung häufig nicht gegeben.

Im Prosper-Hospital werden deswegen verschiedene Angebote  für pflegende Angehörige gemacht. „Wir beraten und unterstützen die Familien unserer Patienten“, erklärt Halina Wochnik. Die examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin gibt in Kursen wertvolle Tipps zum Übergang  vom Krankenhaus in die häusliche Pflege. Bis zu sechs Wochen nach der Entlassung haben Angehörige sogar einen Anspruch auf einen Hausbesuch: „Hier können wir uns dann die Gegebenheiten vor Ort ansehen und spezielle Tipps geben. Denn einen Angehörigen zu Hause zu pflegen bedeutet eine hohe psychische und auch physische Belastung. Deswegen ist es wichtig, gut vorbereitet zu sein. In unseren Kursen besteht außerdem die Möglichkeit, Menschen in einer vergleichbaren Situation kennen zu lernen, mit denen man sich austauschen kann.“

In den Kursen und während der Hausbesuche geht es um das Einüben elementarer Pflegehandlungen, wie zum Beispiel um das Aufrichten der Pflegebedürftigen im Pflegebett oder um die Unterstützung beim Gehen. „Wichtig ist dabei, die Ressourcen des Pflegebedürftigen zu erkennen und zu fördern. Im Vordergrund steht, dass die Patienten trotz ihrer Abhängigkeit das Gefühl haben, die Selbstkontrolle nicht zu verlieren. Mindestens genauso wichtig ist es dabei, sich als Pflegenden niemals aus den Augen zu verlieren und für sich selbst Sorge zu tragen“, erklärt Halina Wochnik.

Als einen weiteren Kurs bietet die Gesundheits- und Krankenpflegerin den Kurs „Kommunikation und Umgang mit demenziell erkrankten Menschen“ an. „Hier geht unter anderem darum, wie zum Beispiel die Wohnung eingerichtet und das Leben mit einem demenziell erkrankten Angehörigen gestaltet werden kann.“

Die Rückmeldungen der Teilnehmer sind eindeutig: „Das Projekt ist auf jeden Fall empfehlenswert und bereits jetzt haben wir das Gefühl, viel Sicherheit und neue Erkenntnisse gewonnen zu haben.“ Auch von den Hausbesuchen bekommt Halina Wochnik positive Resonanz: „Viele sagen, dass wir ihnen den Alltag ein kleines bisschen erleichtern konnten. Daran merke ich, dass wir mit dem Projekt auf dem richtigen Weg sind.“

Die Kurse werden regelmäßig im Prosper-Hospital angeboten. Interessierte Angehörige können sich unter der Telefonnummer 02361/54-15417 anmelden.