Die Zentralsterilgutversorgung (kurz ZSVA) nimmt in einem Krankenhaus eine Schlüsselrolle ein: Wird die Versorgungskette bei der Reinigung, Sortierung und Sterilisierung von OP-Besteck unterbrochen, so können schon nach kurzer Zeit keine Operationen durchgeführt werden. Damit ist dieser Fachbereich entscheidend - agiert jedoch für die meisten Menschen unsichtbar im Hintergrund.

Seit 2010 erfolgt die Versorgung mit Sterilgut durch eine gemeinsame Abteilung in unserem Partnerhaus in Herten. Entsprechend gründlich haben sich beide Häuser auf die Zusammenarbeit vorbereitet: So wurde St. Elisabeth-Hospital die Arbeitsfläche der bisherigen Abteilung durch einen Anbau mehr als verdoppelt, die Kapazitäten der technischen Anlagen erheblich ausgeweitet und die Zusammenarbeit der Mitarbeiter in beiden Häusern aufeinander abgestimmt. Ein kontinuierlicher Fahrdienst zwischen Recklinghausen und Herten stellt die „logistische Brücke“ zwischen den Häusern her.


In sechs wie überdimensionierte Waschmaschinen wirkenden Automaten werden zukünftig 36.000 Sterilguteinheiten im Jahr behandelt. „Eine Sterilguteinheit ist eine 30 x 30 x 60 cm große Metallbox in der zum Beispiel das OP-Besteck gesammelt wird. Jährlich fallen alleine im Prosper-Hospital rund 21.000 von diesen Einheiten an“, erläutert der Leiter der gemeinsamen Zentralsterilgutversorgung Marcus Vogel. 14 Mitarbeiter werden zukünftig die Sterilisation und drei Fahrer den Transport sicherstellen.


„Für uns ist die gemeinsame ZSVA ein weiterer wichtiger Schritt in der Zusammenarbeit. Beide Häuser hätten mittelfristig ihre technischen Anlagen modernisieren oder erweitern müssen. Da lag eine gemeinsame Lösung nah“, so Norbert Köster, Geschäftsführer im St. Elisabeth-Hospital. Der Standort in Herten bot für eine gemeinsame ZSVA die optimalen Bedingungen. Zum einen konnten bestehende Geräte in das Gesamtkonzept eingebunden werden, zum anderen waren die baulichen Voraussetzungen für einen Anbau gegeben. Rund 1,5 Millionen Euro haben beide Häuser in den Anbau und in die technische Ausstattung investiert. „Für beide Häuser sicherlich eine erhebliche Summe, die wir nur durch Förderungen bewältigen können. Aber die Investition ist alternativlos: Ohne eine gut funktionierende Sterilgutversorgung könnten die Häuser nicht arbeiten“, so der Geschäftsführer des Prosper-Hospitals Recklinghausen Alex Hoppe.